LERNLUST #13 // Lernlustmomente 2021 - von der Lust am Lernen

Was für eine spannende Lernreise ist da Ende 2020 für uns beide gestartet … wir haben so viel gelesen, haben sicherlich fast jeden Freizeit-Podcast immer auch mit Meta-Ohren angehört (und das waren viele), wir haben erste Ideen entwickelt und etliche davon wieder verworfen, wir haben viel Lehrgeld für Equipment und Technik bezahlt, Kurse bei Leonid Lezner, Brigitte Hagedorn und Markus Tirok besucht, Tutorials fast auswendig gelernt, im Austausch weiter gelernt und Links gesucht und gefunden, denen wir folgen, um immer weiter zu lernen und auch das Feedback unserer tts-Kolleg*innen genutzt.
Das einzige, was wir auf dieser Reise quasi sofort im Gepäck hatten, war der Titel unseres Podcasts – LERNLUST ist einfach immer und überall unser Credo, auch in unseren Kundenprojekten.
Eigentlich wollten wir in der Zeit des Dauer-Sitzens im Homeoffice doch nur ein paar Lernangebote für unsere Kolleg*innen machen, aber nachdem die erste Folge intern Interesse gefunden hatte, sind wir damit auch nach 'draussen' gegangen … nun ja, frau + frau wachsen halt mit ihren Aufgaben.
Und weil wir selbst so viel dabei gelernt haben und Lernlust etwas so wunderbares ist, dachten wir, wir fragen zum Ende des Jahres einfach mal unsere Kolleginnen und Kollegen nach ihrer ...
- Wir haben von vielen sehr unterschiedlichen Lernmomenten und -prozessen gehört.
- Wir haben erfahren, dass es neben ganz zufälligem Lernen auch sehr planvolles Herangehen daran gab.
- Unsere Kolleg*innen haben für uns reflektiert, was sie dieses Jahr grundsätzlich über ihr eigenes Lernen gelernt haben - und das reichte vom Entdecken von neuen Lernpräferenzen, über die Kraft von 'Lernen durch Lehren', von klassischen Trainings bis hin zu ... ja, tatsächlich ... unserem Podcast.
- Und dann wollten wir natürlich auch noch wissen, ob unsere Idee, mit unserem Podcast Lernangebote in AudioOnly zu machen, denn nun aufgegangen ist oder nicht.
Und wenn Ihr jetzt neugierig geworden seid und wissen wollt, was das Ganze mit Sauriern, Pivot-Tables, vergessenen Zigarren, Werkstudenten und ... eben Podcasts zu tun hat, hört rein in die aktuelle 13. Episode.
Transkript
[Claudia Schütze]
Lernlust, der Podcast für alles rund ums Thema Corporate Learning. Wir sind Claudia Schütze und Susanne Dube und wir sind Learning Consultants bei der tts und wir sind die Hosts dieses Podcastes. Und hier werden wir uns über Themen unseres Arbeitsbereiches miteinander austauschen, also alles, was Lernen in Organisationen heute und in der Zukunft betrifft.
[Susanne Dube]
Und wir werden uns von Zeit zu Zeit interne oder auch externe Experten in unsere Runde einlagen. Und wir freuen uns, wenn ihr dabei seid.
[Claudia Schütze]
Ganz ehrlich, bis März 2020 waren weder Susanne noch ich sehr intensive Podcastführer. Aber Corona hat da sehr viel geändert und zumindest ich habe auf meinen langen Stadtspaziergängen entdeckt, dass Podcasts eine sehr schöne, lehrreiche und lernreiche Möglichkeit sind, mir die Zeit gut zu vertreiben. Und in der Zwischenzeit ist daraus genau dieser Lernlust Podcast entstanden, von dem wir in 2021 tatsächlich zwölf Episoden nach draußen in die Welt gebracht haben.
Und für uns ist das Anlass genug gewesen, unsere Kolleginnen und Kollegen zu befragen, ob denn unsere Idee mit Podcasts wirklich eine Lernmöglichkeit zu schaffen aufgegangen ist. Und hört selbst, was die Kolleginnen und Kollegen sagen, aber wir können schon mal ein bisschen teasern. Es geht weiter nach einer kleinen Winter-, Weihnachts- und Erholungspause.
Hallo Susanne. Hallo Claudia. Susanne, die letzte Folge unseres Landespodcasts ist in 2021 und das wird eine besondere.
Auch wir gönnen uns einen Jahresrückblick in dieser Weihnachtsepisode. Schön, dass du da bist.
[Susanne Dube]
Schön, dass auch du da bist, Claudia. Und toll, dass wir zusammen hier sitzen. Und ich habe uns mal ein bisschen Musik mitgebracht, damit es auch so richtig schön jahresrückblicklich und weihnachtlich wird.
Ich hoffe, das gefällt dir. Ja, sehr schön. Weihnachtsstimmung ist immer gut.
Okay, du hast von einem Jahresrückblick gesprochen, dann müssen wir ja tatsächlich auf den Anfang zurückschauen von unserem Podcast, oder? Wir machen schon einen Rückblick zum Podcast, oder?
[Claudia Schütze]
Absolut. Also um den Landespodcast geht es und wir haben uns vorgenommen, einfach mal zu gucken, was ist passiert in diesem Jahr und wie hat es eigentlich überhaupt angefangen, Susanne?
[Susanne Dube]
Genau, ja, wie hat es angefangen? Ich glaube, damals so ein bisschen der initiale Punkt kam von dir, Claudia. Ja, was war deine Motivation?
[Claudia Schütze]
Zähl mal. Ja, ganz kurz gesprochen. Wir haben 2020 ja alle quasi nur noch im Homeoffice gesessen, sind von virtuellen Meeting zu virtuellen Meeting gewechselt.
Bewegungsfaktor war bei den allermeisten von uns gleich null. Und dem wollte ich auch aus eigenem Bedürfnis was entgegensetzen und habe gesagt, es muss doch möglich sein, irgendwelche Lernangebote für Audio-Only zu machen für unsere Kolleginnen und Kollegen. Und das sollte eigentlich Audio-Material zum Lernen für interne Zwecke werden.
Dann ist aber irgendwie recht schnell die Idee entstanden, nicht bei uns, sondern wir sind gebeten worden, das zu tun, es zu veröffentlichen und damit wirklich in die große Landschaft da draußen zu gehen.
[Susanne Dube]
Das stimmt, es ging so ein bisschen heuter die Polter und wir sind da so reingeschlittert. Aber vielleicht hat genau das ja zu den tollen Lernlustmomenten geführt, die auch wir hatten mit Bezug auf das Podcasting-Thema.
[Claudia Schütze]
Absolut.
[Susanne Dube]
Jetzt haben wir ja viele, viele unserer Kollegen beglückt mit unseren Lernlust-Episoden. Wie viel sind es mittlerweile? Das wird jetzt die 13.
Das wird die 13. Na, lass es eine Glücksfolge sein. Absolut.
[Claudia Schütze]
Schöne. Ja, sehr schön. Susanne, lass uns doch jetzt mal schauen, weil wir haben gesagt, wir haben was gelernt.
Können wir vielleicht später auch noch mal drauf kommen. Wir haben gedacht, wir fragen unsere Kollegen mal, wie war denn 2021 für euch? Und zwar aus der Sicht des Lernens, weil wir sind Learning Consultants, die meisten von uns.
Und wir beschäftigen uns mit Lernen im organisationalen Kontext. Aber wir sind ja auch keine gespaltenen Persönlichkeiten, also sicher auch privat. Und wir haben gefragt, was waren eure Lernlustmomente in 2021?
[Susanne Dube]
Genau, und das ist so ein bisschen wie Schatzkiste auspacken jetzt.
[Claudia Schütze]
Ja, Weihnachtsgeschenke, Susanne.
[Susanne Dube]
Genau. Wir haben ja viele, viele Sachen gehört von den Kollegen. Die haben uns erzählt vom Friday for Learning, was ja quasi so ein Lernaustauschformat, Peer-to-Peer-Lernen bei uns im Bereich ist, was auch von dir initiiert wurde.
Und da haben wir Beispiele für bekommen. Viele Kollegen lernen im Job einfach. Also klassisch On-the-Job-Training ist uns genannt worden als Bereich, ebenso wie Lernbegleitung oder ganz, ganz klassische Trainings- oder Einarbeitungsthemen.
Am schönsten fand ich immer die privaten Learnings, die die Kollegen mitgenommen haben. Vielleicht sollten wir da unsere Zuhörer mal reinhören lassen, oder?
[Claudia Schütze]
Machen wir. Und ganz ehrlich, das erste Beispiel fand ich so interessant, aber auch so skurril, dass ich hinterher erst mal googeln musste, ob das eigentlich auch wirklich stimmt. Hört mal zu, was Lisa uns erzählt hat.
[Sprecher 7]
Für mich ist ein Dinosaurier nur Haut. Also die sind irgendwie nackt. Scheinbar in den letzten Jahren festgestellt, dass die wohl Federn hatten.
Also das ist, was ich dieses Jahr gelernt habe. Das hat mir so ein bisschen gezeigt, dass man, obwohl man so viel über dieses Thema schon weiß, ist es dann ja trotzdem noch mal lohnenswert, zurückzugehen, sich das Gelernte noch mal anzuschauen. Und zu schauen, gibt es nicht da neue Erkenntnisse?
[Susanne Dube]
Jetzt kann ich verstehen, dass du mir gesagt hast, du musstest danach Saurier googeln. Werde ich wahrscheinlich auch tun. Tatsächlich, die Federn kenne ich nur vom Archäopteryx.
Aber auf jeden Fall eine lustige Geschichte. Und natürlich auch richtig, dass man hier und da ein bisschen zurückschauen sollte. Das sehe ich auch so auf jeden Fall.
[Claudia Schütze]
Und neben solchen eher recht lustigen Lernmomenten gab es natürlich auch sehr seriöse Themen, die das Lernen unserer Kollegen in 2021 bereichert haben. Und Johannes und Torsten Schurig haben uns erzählt von Lernmomenten, die sie tatsächlich mit unserem Podcast hatten. Und Susanne, wir können ja schon mal so ein bisschen spoilern.
Ich glaube, so ein bisschen ist unsere Idee, die wir hatten, nämlich Podcasts als Lernmedium zu nutzen, aufgegangen.
[Claudia Schütze2]
Wir haben auch schon mal im Podcast über User Adoption gesprochen, Claudia. Und ich habe jetzt im Laufe der letzten Monate immer mehr das Gefühl bekommen, das ist eine so wichtige Grundlage, die Fragestellung, die wir da behandeln, dass sie in verschiedensten Kontexten funktioniert. Und ich spreche immer mehr mit KundInnen über ganz bestimmte Themen und irgendwie merke ich immer mehr, ja, User Adoption ist eigentlich das Thema, worum es hier geht.
Und das ist eine Klammer, wo ich jetzt immer mehr gelernt habe. Das ist ein Fundament, was wir berücksichtigen, was wir berücksichtigen sollten.
[Sprecher 5]
Und in diesen Zeiten gehe ich abends gerne draußen spazieren, höre mittlerweile auch Podcasts und habe dann den Lernlust Podcasts zur User Adoption gehört. Ich dachte auch, das Thema User Adoption, ja, damit beschäftige ich mich doch den ganzen Tag irgendwie. Ich habe noch mal sehr viel mitgenommen für mich.
Ich fand das von der Struktur her so, dass ich das öfters hören werde, um einfach mich auch noch mal vorzubereiten auf Kundensituationen, Kundengespräche.
[Claudia Schütze]
Susanne, ich finde das super spannend, dass wir gleich zwei Kollegen haben, die uns über Lernlustmomente mit unserer Episode zu dem Thema User Adoption erzählt haben. Und wer von euch da draußen jetzt sagt, von dem so zitierten Fundament von Johannes, wer davon mehr verstehen will, der kann gerne noch mal reinhören. Und zwar war es die Episode 8, in der ich tatsächlich mit Johannes über User Adoption spreche.
[Susanne Dube]
Tatsächlich bin ich ja total froh gewesen, zu sehen, dass neben unserem Podcast, auf den ich sehr, sehr stolz bin, auch noch ganz klassische Trainingsformate von uns die Kollegen so erreichen, dass sie daraus ihren Lernlustmoment ziehen konnten. Und das hat ja Tobias gezeigt. Das fand ich sehr schön.
Hau ich mal rein.
[Claudia Schütze4]
Ja, mein Lernlustmoment dieses Jahr war definitiv die Train-the-Online-Trainer-Schulung, die ich bei Susanne gemacht habe. Das Ganze ist im Rahmen meines Praktikums dieses Jahr bei tts passiert und ich durfte dabei sein. Und genau, das war eben halt eine sehr coole Sache für mich, weil ich vorher mit diesem Online-Trainer-Sachen noch gar nicht in Berührung gekommen bin.
[Claudia Schütze]
Sehr spannend, was uns Tobias von seinem Online-Training zum Train-the-Online-Trainer erzählt hat. Und Susanne, ich würde sagen, wir können resümieren, Trainings, klassische, aber richtig gut gemachte, virtuelle Trainings können doch was. Und zwar eigentlich sofort, denn Tobias hat später noch zu uns gesagt, probieren würde er das jetzt schon mal.
Also Tobias, vielleicht bist du ja einer unserer neuen Online-Trainer. Jetzt gab es natürlich diese Momente, wir haben alle in Summe, haben wir glaube ich 20, 22 Interviews geführt. Und alle Kolleginnen und Kollegen haben uns eben von ihren Lernlustmomenten berichtet.
Und weißt du, was mir aufgefallen ist, zumindest in meinen Gesprächen, die ich geführt habe, dass es gar nicht immer so ein exakter Moment war, sondern dass es durchaus etliche Kollegen gab, die gesagt haben, ja, da ist sowas angetickert worden, da war so ein Samen gesetzt und im Prinzip ist daraus ein Lernprozess, ein Lernlustprozess geworden. Und das finde ich schon sehr interessant, weil das natürlich so auf der Meta-Ebene für uns auch ein bisschen nochmal klar macht, was kann man denn auch tun, dass aus dem Lernmoment eben auch wirklich ein kontinuierlich andauernder Prozess wird. Und manchmal ist es einfach so passiert und manchmal ist wahrscheinlich auch was dafür getan worden.
Lass uns mal bei Simon reinhören.
[Claudia Schütze6]
Mehrere, es gab ja, war für mich eine besondere Zeit, weil ich erst ein paar Monate auf Jobsuche war und dann ja bei tts angefangen habe im Oktober. Und da war natürlich, das war alles ein Lernlustmoment. Da konnte ich mich dann echt fokussieren auf ganz viel ausprobieren, kennenlernen, lernen und so weiter.
[Susanne Dube]
Und für Luzi fand ich es total spannend, dass bei ihr es ja um etwas ging, was richtig tief, ja, tief nachgewirkt hat. Denn sie spricht tatsächlich von einer ganzen Mindset-Veränderung.
[Sprecher 3]
Bei dem Working Out Loud war es wirklich das Format, was für mich halt eine ganz andere Herangehensweise war an Lernen und wirklich dieser Gedanke, der mir da so ins Hirn gepflanzt wurde, des Mehrwissenteilens. Und durch diesen Working Out Loud-Zirkel und das wirklich einmal von vorne bis hinten zu durchlaufen mit der Gruppe gemeinsam, hat bei mir tatsächlich gefühlt so ein, wie man so schön sagt, irgendwie so das Mindset sich so ein bisschen verändert. Also ich habe wirklich das Gefühl gehabt, das hat was mit mir gemacht darüber, wie ich eben über Lernen und über Wissensaustausch denke.
Aber tatsächlich hat es auch Einfluss auf mein Handeln gehabt. Also manchmal ist es ja so, da hat man Gedankenanstöße und die schlagen sich aber vielleicht noch nicht so direkt ins Handeln nieder. Und bei dem Working Out Loud hatte ich aber das Gefühl, das hat wirklich so weit sich durchgeschlagen, dass ich gemerkt habe, ich versuche wirklich mehr von meinen Erfahrungen bei uns in Yammer zu teilen oder auf Twitter oder einfach in meinen Team-Austausch irgendwie mit reinzutragen.
Also ich habe wirklich gemerkt, wie ich versuche, aktiver die Sachen, die ich erlebe, als, oh, da habe ich jetzt was dazugelernt, auch wirklich mit anderen zu teilen. Deswegen war das für mich so ein besonderer Moment.
[Claudia Schütze]
Susanne, und vielleicht die Anmerkung sei mir nochmal erlaubt. Ich glaube, alle Themen sind total interessant, die uns die Kollegen genannt haben. Aber dieses Working Out Loud ist ja irgendwie auch echt so ein Herzensthema von mir.
Und insofern freut mich das sehr, dass Kollegen, die das ausprobiert haben für sich, dass die damit tatsächlich ähnlich gute Erfahrungen sammeln konnten, wie mir das eben damals auch ging, als ich das probiert habe.
[Susanne Dube]
Ja, ich finde, das ist tatsächlich ein total spannendes Thema und hatte auch im letzten Jahr viele Aha-Momente mit Peer-to-Peer-Formaten, mit anderen oder mit kollaborativen Formaten, wo ich mich auch selbst als Lerner engagiere und die eben nicht induziert sind durch Führungskräfte oder durch starre Regeln oder Ähnliches. Tatsächlich glaube ich aber, dass es eben ja nicht nur diese langfristigen Prozesse gibt, sondern es gibt auch noch diese kleinen Aha-Momente, diese kleinen Lernmomente, die einfach so auftauchen, auch in der Arbeitswelt, die einem mal richtig Lernlust machen können. Und Maren hatte beides.
[Claudia Schütze3]
Ich glaube, das sind zwei unterschiedliche Momente bei mir. Ich würde das einmal in diese Aha-Momente abgrenzen, also da, wo der Knoten platzt und man irgendwie jetzt einen Durchbruch hat. Das löst dann eher so ein Glücksgefühl aus.
Oder eben die Momente, wo man sich Wissen erarbeitet. Das ist aber dann ja, das ist ein Prozess. Ich glaube, wenn man später auf sein Produkt zurückblickt und sagt, ja, das ist es.
[Susanne Dube]
Ja, und jetzt abgesehen von solchen Aha-Momenten fand ich tatsächlich auch sehr, sehr schön, wie uns beschrieben worden ist, welche Erkenntnisse die Kollegen noch hatten, die sie aus dem Lernen rausgezogen sind. So ein bisschen auch über sich selbst und ihre Lernlustmomente und was sie daran eben toll gefunden haben. Und bei Anja weiß ich, dass es auch daran lag, sich ein Thema zu erarbeiten.
Und das finde ich ein wunderschönes Beispiel für Lernen durch Lehren.
[Sprecher 6]
Ja, mein Lernlustmoment war ein Friday for Learnings, das ich selbst gestaltet habe. Und zwar ging es da um Pivot Tables in Excel. Ich dachte, ja, das Thema interessiert mich und habe mir das Thema selbst erarbeitet und habe dabei wirklich viel, viel mehr gelernt, als jemals in einer Schulung oder jemals, wenn mir jemand anderer etwas erklärt hat.
Einfach dadurch, dass ich es selbst erarbeiten konnte und dann der Gruppe präsentiert habe, bzw. auch mit der Gruppe dann weitergearbeitet habe. Und wir dann noch ganz, ganz viele Erkenntnisse gewonnen haben.
Effektive war wirklich dieses sich selbst erarbeiten und Lernen durchs Präsentieren. Also dadurch, dass ich das anderen beibringen musste oder anderen zeigen musste, habe ich mich einfach so intensiv mit dem Thema auseinandergesetzt, dass der Lerneffekt zu groß war.
[Susanne Dube]
Das ist schon ziemlich verrückt, dass wenn man einmal solche Fragen gestellt bekommt, wie Sie den Kollegen gestellt haben, dann ist es doch schon schön, dass man so ein paar Erkenntnisse für sich mitnimmt. Und ich habe das Gefühl, wenn ich jetzt diese Tonschnipse mit dir durchführe, dass ich wirklich für mich auch so ein bisschen Erkenntnis daraus ziehe, was gut fürs Lernen sein kann. Und ich tatsächlich das Gefühl habe, dass ich von den Kollegen, die hier sprechen, noch eine ganze Menge lernen kann.
Und so ähnlich muss es doch Constanze gegangen sein, oder? Ich glaube auch.
[Claudia Schütze5]
Also für den Lernprozess mitnehmen, dass man von anderen Leuten immer was dazu lernen kann, auch wenn man das gar nicht denkt oder erwarten würde. Von meinen Werkstudenten lerne ich tagtäglich Sachen kennen, an die ich halt nie gedacht hätte, dass man so rangehen könnte oder dass man das so sehen könnte. Die sind ja sehr, sehr neu teilweise und gehen ganz, ganz frisch und anders ran an bestimmte Sachen und Prozesse und entwickeln dann auch immer eigene Sachen.
Und ich lasse die dann auch immer machen, weil ich denke mir, warum soll ich die Experte sein?
[Claudia Schütze]
Mich hat ja nachdenklich gemacht Brigitte, die uns davon erzählt hat, wie sie mit einer App in der Corona-Zeit eigenständig ein Instrument gelernt hat. Sie hat nämlich Klavierspielen gelernt. Und was für sie die Erkenntnis über diese Art des Lernens für sich war?
[Claudia Schütze8]
Ich bin jemand, der Bonbons braucht, in dem Sinne, dass ich dabei motiviert werde auf irgendeine Art und Weise, ob es schnelle Erfolge sind. Also wie so ein Kind lernt auch mit Belohnung. Und die Belohnung ist, juhu, das klingt ja schon schön.
In dem Beispiel, ich habe schon Erfolge erzielt. Also Häppchenweise Erfolge, die dann motivieren, weiterzumachen.
[Claudia Schütze]
Und wir wollten ja darüber reden, was wir auch aus den Antworten unserer Kolleginnen und Kollegen gelernt haben, Susanne. Und was ich wirklich für mich, glaube ich, noch mal mitnehme, ist diese Geschichte, dass es vielleicht Eselsbrücken, ganz einfache, simple Eselsbrücken braucht, um sich Dinge gut merken zu können. Und Tanja hat ein super schönes Beispiel für uns.
[Sprecher 8]
Jemand hat einen kurzen Ausschnitt von seinem Sprachunterricht geschickt, wo ich mir im ersten Moment dachte, das kann ja wohl nicht sein. Da setzen sie den Manager hierhin, erwachsene Menschen, und müssen sich Comics anschauen, die bei Sendung mit der Maus. In diesem Fall ging es einfach nur um Französisch, wie man Quebec ausspricht.
Es wurde eine Ente gezeigt. Also am Anfang war der Kopf für das Queck. Die Ente macht Queck.
Dann wurde der Kopf degradiert, und dann war noch der Beck da für den Rücken, also der Beck. Und ich habe es nur einmal angeschaut, und es hat sich bei mir sofort verinnerlicht. Da hat es sich sofort in meinem Gehirn festgesetzt, so wirklich simple, kleine Eselsbrücken in Form von Bildern.
[Susanne Dube]
Und tatsächlich, Claudia, ich glaube ja, Tanjas Beispiel funktioniert für mich auch ganz gut, weil ich auch ein totaler Fan von der Sendung mit der Maus bin, wie Tanja ja eben auch mir das immer beschrieben hat. Und es stimmt tatsächlich. Und weißt du, was das Spannendste daran ist?
Die Kollegen von der Sendung mit der Maus haben mal gesagt, dass sie keine Lernvideos machen. Und das finde ich das Spannendste daran tatsächlich.
[Claudia Schütze]
Sehr interessant. Super. Okay, es geht noch weiter.
Wir haben noch mehr erfahren über Dinge, die offensichtlich für das eigene Lernen ganz wichtig waren. Und ich würde sagen, Susanne, wenn wir ein bisschen reflektieren auf der Metaebene, eine ganze Menge davon versuchen wir tatsächlich in unseren Trainingssettings auch zu berücksichtigen. Mailee hat Folgendes mit uns geteilt.
[Claudia Schütze7]
Ich will jetzt, wo ich die positiven Erfahrungen gemacht habe, mich weiter austauschen mit meinen Kolleginnen und Kollegen. Wie siehst du das? Oder was nimmst du dir davon mit?
Weil man kann sich selber seine Sachen überlegen oder auch so machen. Aber wenn man sich da nochmal austauscht, da kriegt man nochmal einen anderen Input.
[Susanne Dube]
Ja, und genau dass dieser Austausch hier wichtig ist, den man mitnimmt, ich glaube, das leben wir doch gerade live wirklich mit unserem Podcast. Denn ganz ehrlich, mir ging es im letzten Jahr ja wirklich so, dass die großen Learnings, die ich hatte, die kamen daraus, dass ich in diesem Podcast mit Kollegen gesprochen habe. Und was ich immer sehr schön fand, ist, dass ich mit dir eine Person hatte, die mich ein bisschen gepusht hat und ein bisschen vorwärtsgetrieben hat und mich quasi so ein bisschen auch begleitet hat.
Und dass Lernbegleitung wichtig ist, das hat uns ja auch Philipp erzählt.
[Claudia Schütze0]
Das Wichtigste, glaube ich, und das ist, glaube ich, auch fundamental beim Lernen insgesamt, dass ich halt einen sehr, sehr starken Nutzen darin sehe. Es ist sehr anwendungsbezogen und genau, es nutzt mir einfach sofort und das ist super. Also das könnte man fast schon mit so einer Art Performance Support oder sowas vergleichen.
Sobald ich ein Problem habe, melde ich mich mal bei meiner Teamleiterin und bekomme so eine Art Ad-Hoc-Mentoring, um sofort gezielt Probleme lösen zu können. Also es ist sehr stark in meinen Alltag integriert, ist super nützlich und dadurch hilft mir das eben sehr, sehr stark.
[Claudia Schütze]
Und wir hatten es ja schon mal von den Lerntypen und vielleicht erinnert sich der ein oder andere, da gab es auch eine Episode, wo wir über Mythen, über Lernmythen gesprochen haben und über die Lerntypen. Aber nichtsdestotrotz, ich glaube schon, dass jeder schon für sich weiß, was so die eigenen Präferenzen sind und Thorsten Schurig hat auch eine große Erkenntnis über sich gehabt.
[Sprecher 5]
Ich habe gelernt, dass ich nicht nur ein visueller Lerntyp bin, der sich Dinge anschauen muss, lesen muss, sondern dass mein auditiver Kanal relativ gut funktioniert.
[Susanne Dube]
Und ich weiß nicht, wie lange ich dem Thorsten jetzt noch erklären muss, dass es visuelle und auditive Lerner überhaupt nicht gibt. Aber es gibt natürlich Präferenzen und die sind jedem natürlich zugestanden. Finde ich total spannend, das alles zu sehen und auch diese ganzen Sachen zu hören.
Und ich glaube tatsächlich, dass das wichtigste Learning, das hat so ein bisschen die Lisa mit uns geteilt.
[Sprecher 7]
Dieser Satz, man lernt nie aus, der ist halt wirklich wahrer, als man manchmal denkt. Man lernt wirklich nie aus. Und auf der anderen Seite aber auch für mich selbst in meinem Alltag, dass ich die Augen offen halten muss.
[Claudia Schütze]
Jetzt haben wir so viele Momente schon erzählt bekommen und uns hat natürlich interessiert in unseren Gesprächen, wie diese Lernlost-Momente eigentlich zu unseren Kolleginnen und Kollegen gekommen sind. War das was, was ihnen eher zufällig begegnet ist? Ihr kennt alle unseren geschätzten Kollegen Johannes, der auch schon in der einen oder anderen Episode hier bei uns zu Gast war und dessen Lieblingsthema ja Serendipity ist, der glückliche Zufall.
Oder ob es Dinge waren, die ganz planvoll angegangen worden sind zum Lernen? Und Susanne, da haben wir auch Kollegen, die uns dazu was erzählt haben.
[Susanne Dube]
Ja genau, da habe ich zwei wunderschöne Beispiele und ich glaube das, was am ehesten der Serendipity entspricht und diesen zufälligen Moment. Das war ganz, ganz wunderschön, der Andreas berichtet und da habe ich wirklich Appetit bekommen, als er mir davon erzählt hat.
[Sprecher 4]
Ich wollte mich entspannen draußen im Garten mit einem Gläschen Wein und bin auf YouTube gegangen und wollte mir eigentlich Musik anhören und habe gedacht, ach Mensch, komm, tipp mal unseren Lernlost-Podcast ein. Und dieser Titel ist mir so entgegengesprungen. Axel und Neuromythen und Neurodidaktik, wow.
Und dann habe ich meinen Drang, Musik zu hören, vergessen und habe mir auch den ganzen Podcast angehört und habe danach sofort angefangen, am Handy zu recherchieren und bin dann, glaube ich, anderthalb Stunden da stehen geblieben und habe die Zeit vergessen. Ich wollte nicht lernen. Ich wollte eigentlich nur ein Gläschen Wein trinken, eine Zigarre rauchen und Musik hören.
Und die Zigarre habe ich ganz vergessen, weil das ging dann nicht gleichzeitig und habe dann nur Wein getrunken und Neurodidaktik recherchiert.
[Susanne Dube]
Und Claudia, ging es dir genauso? Das klingt doch wirklich schön, wenn er da so von seinem Entspannungsmoment erzählt, oder? Absolut, kann ich total nachvollziehen.
Genau und als totalen Gegensatz habe ich dazu den Thorsten empfunden und das ist vielleicht auch so ein bisschen was, was einem ganz heimlich in der Weihnachtszeit wird, wenn jemand von Kindern erzählt und Erlebnissen, die er mit denen hat. Was ich daran so schön finde, ist, dass er eigentlich davon berichtet hat, wie er eine Software gelernt hat.
[Sprecher 9]
Es gibt so andere Software-Pakete, die mich so im Alltag umgeben. Das mache ich halt, weil es von mir erwartet wird, aber das würde ich dann auch nicht unbedingt in der Freizeit machen. Toll war zum Beispiel, ich habe dann mit meinem Patenkind, ich habe ihm das gezeigt und wir haben zusammen dann seine Geschichten fünf Jahre, jetzt mittlerweile sechs, umgesetzt.
Das war toll, wie schnell er dann spielerisch damit auch, also mit ein bisschen Anlernen, Hilfe und ich habe natürlich ein paar Sachen meinem Wissen zur Seite gestanden. Aber das ist schon toll. Gemeinsames Lernen geht doch auch, oder?
Jetzt gemeinsam einen Aha-Moment zu haben, das war vielleicht auch einer der schönsten Sachen mit dieser Software.
[Claudia Schütze]
Und Susanne, du hast es ja vorhin schon so ein bisschen angerissen, man lernt vielleicht gar nicht unbedingt nur, wenn man bei so einem Podcast zuhört, sondern gegebenenfalls noch viel, viel mehr, wenn man selber was macht dabei. Und ich glaube, da hast du auch eine Geschichte berichtet bekommen.
[Susanne Dube]
Genau, das war total spannend, dass ich quasi zwei Interviews geführt habe und oh Wunder, zwei Kollegen haben über den gleichen Podcast gesprochen. Das war der Neuromythen-Podcast, den ich gemeinsam mit dem Axel Lindhorst gemacht habe. Und es ist doch schon spannend zu sehen, wie zum einen der Hörer sich etwas rausnehmen konnte und etwas für sich gelernt hat, aber zum anderen natürlich auch derjenige, der die Podcasts mit uns macht, eine ganze Menge mitgenommen hat.
Hört mal rein.
[Claudia Schütze1]
Eigentlich war das Interessanteste vom Gefühl her, wie ich dann gemerkt habe, von der Produzentenseite her, wie der Neuromythen-Podcast an Funken geschlagen hat, wie er einfach gewirkt hat, wie es Reaktionen gab darauf, wie wir darauf aufbauend einen weiteren Podcast aufgebaut haben und möglicherweise das Thema nochmal weiterführen, was es einfach ausgelöst hat. Das war mein Lieblingsmoment.
[Sprecher 4]
Mein Lernlustmoment in diesem Jahr war, den Impuls aufzunehmen von Axel über Neuromythen und Neurodidaktik, weil das sehr zu dem passt, was ich aus einer klassischen Didaktik mit Konstruktivismus verbinde. Und Konstruktivismus und Neurodidaktik hat, glaube ich, eine Nahtstelle. Und das fand ich total spannend.
Das war ein ganz toller Impuls, den dann auch nochmal Johannes aufgegriffen hat in einem weiteren Podcast mit Axel. Und das fand ich ganz klasse. Das hat mich in die Theorie mal wieder geschubst, aus der Praxis in die Theorie.
Und das fand ich super.
[Claudia Schütze]
Ja, Susanne, und da würde ich ja super gerne auch nochmal aus der eigenen Erfahrung ein bisschen was beitragen. Also ich kann tatsächlich sagen, ich habe eigentlich bei jeder Folge, bei jeder Episode, wo ich die Gastgeberin war, was dazugelernt. Aber ich gebe ehrlich zu, fast am meisten gelernt habe ich, als ich mit Johannes den Podcast zum Thema User Adoption aufgenommen habe.
Und warum? Weil ich bis dato das zwar wusste, dass das ein total wichtiges Thema für alle von uns ist, aber ich User Adoption irgendwie nicht richtig greifen konnte. Wollten wir denn wirklich die User adoptieren?
Und das habe ich endlich richtig verstanden, als ich den Podcast mit Johannes gemacht habe.
[Susanne Dube]
Ja, und tatsächlich hatte ich ja gerade bei euren Podcasts das Gefühl, dass man immer viele aktuelle Entwicklungen mitnehmen konnte. Endlich mal eine Erklärung für diese ganzen leeren Begriffe bekommen hat, die so wunderbar in der Online-Welt umherschweben und ihr denen Sachen wirklich Bedeutung gegeben habt. Da fand ich ja deine Gesprächspartner immer total spannend, die du dir da eingeladen hast.
Ja, Susanne, das war aber in deinen Episoden genauso. Genau, es hat mit denen auch viel Spaß gemacht. Und da bin ich immer tief, tief reingestiegen in die verschiedenen Themen und habe versucht, auch hier und da so ein bisschen Hintergründe zu ergründen.
Jetzt kann man sich natürlich fragen, wenn wir uns mit dem Podcast so viel Mühe gegeben haben, haben wir es denn geschafft, tatsächlich die Kollegen damit so zu erreichen, wie wir es uns ja am Anfang des Jahres vorgenommen hatten. Also ein bisschen Lernlust zu schaffen oder zumindest ja auch Lernmomente zu schaffen mit unserem Podcast. Und dazu hatten wir die Kollegen ja so ein bisschen befragt gehabt, wie sie das Thema Podcasting zum Lernen oder Audio-Formate zum Lernen einschätzen.
[Claudia Schütze]
Absolut. Wir haben gefragt, ganz schnöde auf der Skala von 1 bis 10, wie sehr ist für dich persönlich Audio-ON-Nähe zum Lernen geeignet? Und das waren die Antworten.
[Sprecher 8]
Nur mit Audio eins, weil ich wäre einfach nur berieselt und dann schweift mein Gehirn ab. Dann habe ich die Chance, mich anderweitig gedanklich mit zu beschäftigen nebenbei.
[Claudia Schütze8]
Ich würde sagen zwischen vier und sechs. Also ein Audio-Format alleine würde mir nicht reichen.
[Sprecher 4]
Sechs. Also mir fällt es leicht, durch einen auditiven Eingangskanal zu memorieren. Aber wenn ich dann ins Handeln komme, bin ich so eine Mischung zwischen einem auditiven und visuellen Typ.
Sechs.
[Claudia Schütze6]
Nicht höher, weil um etwas wirklich zu lernen, brauche ich mehr Aktivität, muss ich mehr ausprobieren, muss ich selber Wege gehen, irren.
[Claudia Schütze7]
Ich würde sagen sechs, weil ich schon sehr visuell geprägt bin und da halt auch trotzdem noch diese visuelle Rückkopplung brauche.
[Sprecher 5]
Bei einer sieben. Wenn er gut gemacht ist, bleibt bei mir erstmal viel hängen. Ich bin so ein Wiederholungstäter.
Ich muss es häufiger hören, das Gleiche, und dann wirkt das bei mir. Also Podcasts repetitiv nutzen. Ich höre immer wieder was Neues aus demselben Podcast raus und das verfestigt sich bei mir und dann komme ich auch ins Tun und das finde ich toll.
[Claudia Schütze2]
Sieben, weil es natürlich der Wissensaneignung und dem Verständnis dient, noch nicht unbedingt der Übung und der Anwendung.
[Claudia Schütze3]
7,5. Ich finde Audioformate hilfreich zum Lernen, zum Beispiel, wenn man in der Bahn sitzt, wenn man zur Arbeit pendelt oder so, dann kann man das ganz gut als Podcast sich aufs Handy runterziehen.
[Susanne Dube]
Ich würde das Ganze auf eine 7,5 setzen, weil ich davon ausgehe, dass Audio genau wie jede andere Methode zum Lernen taugt, aber das Lernen selber erst im Kopf des Menschen zu Ende geführt wird, nämlich mit dem, was er damit macht, mit dem Sprechen, darüber nachdenken, sich aufschreiben. Und dem möchte ich gerne immer, und zwar bei jedem Format und jeder Methode, die letzten 2,5 Punkte geben.
[Claudia Schütze5]
Eine 8. Also ich bin absoluter Radiomensch, sage ich diesmal so.
[Claudia Schütze4]
Würde ich dem definitiv eine 8 geben. Ich komme damit halt gut klar, auf der Audioebene Sachen aufzunehmen, vor allen Dingen, weil ich das persönlich auch ziemlich gut ja in den Alltag irgendwie integrieren kann.
[Sprecher 3]
Ich gebe dem Audio jetzt mal eine 8. Das ist ziemlich weit oben, weil mich Podcasts total inspirieren. Also ich nehme da viele, viele Gedankenanstöße raus, aber ich lerne nicht unbedingt daraus.
Also ich habe jetzt nicht das Gefühl, ich höre einen Podcast und danach bin ich irgendwie schlauer oder ich verhalte mich anders, mache irgendwie was besser, aber ich habe schon das Gefühl, es gibt mir ganz viele Gedankenanstöße, ganz viel Inspiration und den Anstoß, mit anderen über ein Thema in den Austausch zu gehen. Und das ist dann in der Regel dann das, wo ich das Gefühl habe, okay, da verfestigt sich das jetzt. Da findet das Lernen irgendwie statt.
[Claudia Schütze0]
Also vielleicht durchschnittlich 8 oder so. Also für mich eignen sich Audioformate zum Lernen sehr, sehr gut.
[Sprecher 9]
Ich würde das eher bei 8 sehen. Ich glaube, da ist trotzdem noch ein Austausch im Nachhinein mit anderen Personen über das Thema wichtig, um halt das vielleicht Gelernte zu vertiefen.
[Claudia Schütze1]
Aber ich einige mich mal mit mir auf 9. Aber auf 10 werde ich jetzt nicht setzen, weil es gibt schon Sachen, die besser hängenbleiben. Wenn ich Privatpodcasts höre, dann bleiben immer die interessanten Dinge hängen.
Aber wenn ich was damit lernen will, dann denke ich im ersten Mal, okay, geil, aber drei Wochen später ist es weg.
[Sprecher 6]
Also da schwanke ich ganz stark zwischen 9 und 10. Ich finde Audioformate toll. Ich bin so ein Lerner, der gerne auch mal sich bewegt während des Lernens, wo das einfach ein bisschen besser hängen bleibt, wenn ich dabei was anderes tue und nicht nur so starr vor dem Bildschirm sitze.
Und deswegen höre ich total gern Podcasts beim Spazierengehen und ich habe das Gefühl, da lerne ich einfach wirklich am besten.
[Claudia Schütze]
Also, wenn mich das Thema interessiert, 10. Wenn es mich nicht interessiert und ich muss, 6, weil ich dann noch was Visuelles dazu brauche.
[Sprecher 7]
Nur eine dicke, fette 10 Antworten. Also da ich mit YouTube-Tutorials quasi groß geworden bin als Grafiker, muss man das irgendwie mitbringen. Und Spotify bei mir tatsächlich 24, 7 läuft.
[Susanne Dube]
Und Claudia, das gibt uns ja jetzt viele Aufgaben fürs neue Jahr, um die Sachen wirklich auch noch weiter, noch besser unterstützen zu können und vielleicht alle später auf eine 10 zu kriegen. Aber ganz ehrlich, jetzt haben wir uns die ganze Zeit unterhalten über die Erkenntnisse von unseren Kollegen, über Lernlustmomente, die andere hatten. Sag mal, was war eigentlich dein Lernlustmoment in 2021?
Oh, du nimmst an, ich hatte einen.
[Claudia Schütze]
Ich hatte mehr als einen. Und ganz ehrlich, es ist auch für mich gar nicht so einfach. Ich fange jetzt genauso an zu stottern, wie die Kollegen manchmal auch in unseren Gesprächen.
Ja, weil es so viel gab. Aber wenn du mich so fragst, natürlich. Es gab einen ganz großen und der hatte für mich definitiv mit dem Podcast selber zu tun, weil, ja, das war so ein Herzensthema von mir tatsächlich.
Und insofern tatsächlich mit extrem viel Lernlust aufgeladen.
[Susanne Dube]
Na dann erzähl doch mal ein bisschen von deinem Lernlustmoment. Nicht die Leute so anködeln. Was war es denn nun wirklich und wie ist er zu dir gekommen?
[Claudia Schütze]
Ja, also es war das Podcasting, der Lern des Podcasts selber. Das habe ich ja eben schon eingangs erwähnt. Und tatsächlich, ja, wie ist er zu mir gekommen?
Ja, wie ganz viele bin ich auf meinen endlosen Corona-Stadtspaziergängen halt irgendwann auf den Gedanken gekommen, ich könnte doch diese Spaziergänge mit Podcasts befüllen und habe sehr, sehr viele Podcasts gehört in der Zeit und hatte irgendwie so viel Freude daran und habe eben tatsächlich super viel Inspiration bekommen und auch wirklich gelernt damit. Und dann habe ich gesagt, das will ich selber machen. Und wenn man was nicht, wie heißt unser Lieblingsspruch Susanne für die Trainer, wenn du was nicht kannst, mach ein Training darüber.
Ganz so vermessen war ich noch nicht. Ich habe erst mal angefangen, mach selber sozusagen. Und das hat also sehr planvoll bei mir bekommen, indem ich mir überlegt habe, von wem könnte ich lernen?
Leonid Lesner war jemand, der mir die ersten Schritte sozusagen, uns beiden ja tatsächlich, ja, uns die ersten Schritte begleitet hat. Dann war ich bei der Brigitte Hagedorn im Kurs. Ich war bei Markus Thierock und habe ein bisschen was über Interviews im Podcast gelernt und habe viele, viele, viele Themen und Inspirationen gehabt und habe mich da irgendwie so Schritt für Schritt dann auch recht planvoll vorangehangelt.
Schön, das klingt total schön und tatsächlich, ja, teile ich das ja auch so ein bisschen. Ja, erzähle von deinem Lernlustmoment Susanne, was war deine in 2021?
[Susanne Dube]
Ja, wenn wir das Thema Lernprozess nehmen würden, dann wäre es tatsächlich eben auch so, wie du gerade beschrieben hast, dann ist eigentlich mein Lernlustprozess und mein Lernlustmomentprozess, den ich hatte in diesem Jahr wirklich auch das Podcasting gewesen, wobei bei mir die ganze Technik und die Abläufe nur ein Teil von dem Lernlustmoment quasi darstellen. Der eigentliche Moment ist bei mir gekommen mit meinen Gesprächspartnern und da hatte ich eben nicht nur den Axel und den Andreas, mit denen ich ganz tolle Momente hatte und die Jen, die da auch mit mir gemeinsam den Podcast gemacht hat, sondern eben vor allem für mich rausgestiegen sind die Momente mit Gabriele, die tatsächlich mich reingenommen hat, auf eine Meta-Ebene zu gehen und das ganze Lernen nochmal neu zu betrachten oder nochmal kritisch zu beäugen, ob wir in unserem Job, in unserer Arbeit mit den Kunden tatsächlich auch immer den Wichtigsten im Blick haben oder die wichtigsten Personen, die es im Lernen gibt, nämlich die Lernenden und da drauf zu gucken, das hat mir wirklich einen Lernlustmoment nochmal zu geben, zu schauen, was ist der Kern und mit all den Methoden und Tools, die es heutzutage gibt, was können wir damit eigentlich erreichen und ist es der richtige Weg aus der Richtung zu gucken oder nicht, einfach zu gucken, was passiert im Kopf des Lernenden und das fand ich, waren so,
[Claudia Schütze]
da hatte ich ganz viele Aha-Momente, die ich da drin hatte. Es ist schön, dass du sagst, weil wenn ich jetzt nochmal das so ein bisschen Revue passieren lasse für mich auch, ja all diese Momente hatte ich natürlich auch, weil ich quasi wirklich mit jedem Gast, den ich hatte, in ein anderes Thema eingetaucht bin und immer, wirklich immer was dazugelernt habe. Also insofern waren das auch alles echte Geschenke für mich.
[Susanne Dube]
Genau und gemäß dem Motto von Lisa, wir hören niemals auf zu lernen, wollen wir ja auch weitermachen.
[Claudia Schütze]
Absolut und wir möchten euch sagen erstmal vielen Dank, dass ihr dieses Jahr dabei wart und 13 Folgen Lernlust mit uns geteilt habt und jetzt gehen wir in die verdiente Weihnachtspause, eine kleine kreative Schaffenspause im Januar, aber im Februar sind wir zurück und wir würden sagen, freut euch auf das, was kommt und bis dahin wünschen wir euch schöne Weihnachten, erholt euch, spannt aus, habt viele schöne lernlustige Momente und bis zum nächsten Jahr.
[Susanne Dube]
Bis zum nächsten Jahr auch von mir mit vielen vielen Plätzchen Feliz Navidad und frohe Weihnachten, Merry Christmas, feiert alle schön und kommt gesund zurück, vor allem mit gesunden Ohren. Bis nächstes Jahr.
[Claudia Schütze]
Bis nächstes Jahr, danke, dass ihr dabei wart, tschüss. Ach ja, habt ihr uns eigentlich schon abonniert? Das geht überall da, wo ihr eure Podcasts am liebsten hört.
Lernlust gibt es alle drei Wochen neu und wir freuen uns sehr auf euer Feedback und vor allen Dingen auf den Austausch mit euch. Ihr könnt uns auf Podigy schreiben oder bei Twitter oder LinkedIn und sagt uns doch auch gerne, was euch besonders gut an unserem Podcast gefällt und wo wir vielleicht auch noch besser werden können und gebt uns sehr gerne eine Bewertung bei Google Podcasts oder einem anderen Portal eurer Wahl. Also, wir hören uns bei der nächsten Lernlust.