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Knowledge Booster

Knowledge Booster sind digitale Lerneinheiten, die im Anschluss an Trainings eingesetzt werden, um das Vergessen zu verhindern und den Praxistransfer zu erhöhen.
29. Juli 2025
1 min
tts we empower people
tts we empower people

Durch kurze, wiederholte Impulse stabilisieren sie das Wissen und fördern die Anwendungskompetenz.

Der Anspruch wird in drei Stufen gesteigert: 

  1. Recognition Booster: Wiedererkennung von Fakten oder Prozessschritten, ideal für schnelle Auffrischung.
  2. Generative Booster: Eigenständige Anwendung, z. B. Antworten entwickeln oder Szenarien lösen.
  3. Integrative Booster: Vertiefte Vernetzung, z. B. durch Mindmaps oder kollektives Reflektieren im sozialen Lernformat (Transfercafé).

Knowledge Booster verwenden lernpsychologische Prinzipien wie den Testungseffekt, Generierungseffekt und verteiltes Lernen, um das Erinnern gezielt zu unterstützen und die aktive Anwendung des Gelernten zu erleichtern.

Die folgende Darstellung der Knowledge-Booster-Methode erfolgt exemplarisch anhand von zwei Personas. Sie wurden im Rahmen eines SAP-Einführungsprojekts erstellt.

Konkrete Umsetzung der Knowledge Booster für Persona 1

Persona 1 arbeitet eigenständig, flexibel und nach eigenem Zeitplan. Sie profitiert von modularen, praxisnahen Impulsen, die Wissen Schritt für Schritt festigen und den Transfer in den Alltag unterstützen.

Recognition Booster (Tag 1–7 nach Training)

  • Kurze Quizfragen zu Kernprozessen (z. B. Wareneingang, Einkaufsbeleg) 
  • Ziel: Wissen wiedererkennen und erste Sicherheit aufbauen
  • Tool: tts performance suite (Hinweis: Es können hier auch Inhalte verwendet werden, die bereits im Training oder vorhandenen Materialien abgedeckt sind)

     

Generative Booster (Tag 7–14 nach Training)

  • Szenarien aus dem Alltag, z. B. fehlerhafte Buchungen korrigieren
  • Ziel: Wissen aktiv anwenden, typische Fehler erkennen
  • Tool: tts performance suite

 

Integrative Booster (Tag 14–21)

  • Vernetzung von Prozessen (Materialstammdaten → Einkauf → Buchhaltung → Reporting)
  • Transfercafé (Social Learning): Lessons Learned, eigene Praxisfälle und Lösungen diskutieren
  • Ziel: Wissen nachhaltig verankern, Praxistransfer sichern

     

Hinweise zur Umsetzung der Transfercafés: 

Beispielhaftes Setting:

  • 4–6 Mitarbeitende aus ähnlichen SAP-Bereichen treffen sich virtuell oder vor Ort (30–45 Minuten)
  • Moderation durch Trainer oder Key User
  • Teilnehmende bringen konkrete Alltagsprobleme aus S/4HANA mit

Ziele & Nutzen:

  • Praxisnahes Lernen: Probleme gemeinsam reflektieren und Lösungen erarbeiten
  • Transfer sichern: Lösungen werden direkt im Arbeitsalltag angewendet
  • Wissen sichtbar machen: Typische Fehler und Wissenslücken werden aufgedeckt
  • Soziales Lernen: Best Practices teilen und voneinander lernen
  • Projekt-Feedback: Erkenntnisse fließen in Trainings, Materialien und Prozessoptimierungen ein

Konkrete Umsetzung der Knowledge Booster für Persona 2

Persona 2 hat wenig Zeit und benötigt schnelle, punktuelle Impulse. Sie nutzt Booster vor allem zur Wissensüberprüfung, Entscheidungssicherheit und um kritische Prozessfragen gezielt zu reflektieren.

Recognition Booster (Tag 1–3 nach Training)

  • Kurze Check-in-Fragen zu Controlling- und Genehmigungsprozessen
  • Tool: Tts performance suite (Hinweis: Auch bestehende Trainingsinhalte können hier genutzt werden, um Effizienzen zu nutzen und die Wiedererkennung zu fördern.)
  • Ziel: Überblick gewinnen, schnelle Sicherheit

     

Generative Booster (Tag 3–7)

  • Praxisnahe Szenarien, z. B. Budgetfreigaben oder fehlerhafte Belege entscheiden
  • Tool: Tts performance suite (max. 5–10 Minuten pro Einheit)
  • Ziel: Punktuelles Wissen anwenden, Entscheidungsqualität prüfen

 

Integrative Booster / Abschlussformat (Tag 7–14)

  • Vernetzung unterschiedlicher Themen aus dem SAP-Führungsalltag 
  • Transfercafé zusammen mit anderen Führungskräften
  • Ziel: Wissen verankern, Erfahrungsaustausch, offene Fragen, Lessons Learned, Ableitung von Projektmaßnahmen

Insgesamt dienen die Knowledge Booster neben der aktiven Wissensverankerung auch der Evaluation und Transfersicherung: Lernlücken werden sichtbar, Inhalte können gezielt nachjustiert werden und das Projektteam kann auf Basis der Erfahrungen der Teilnehmenden weitere Maßnahmen (Materialien, Kommunikationsmaßnahmen, vertiefende Formate etc.) ableiten. 

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