Web-Based Training
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Über Web Based Trainings können komplizierte Klickwege und Hintergrundinformationen zu Masken und Prozessen interaktiv aufbereitet und Lernenden bereitgestellt werden. WBTs sind gegenüber Videos oder Schritt-für-Schritt-Anleitungen im Vorteil, wenn Interaktivität oder das Durcharbeiten im eigenen Tempo den Lernprozess fördert. Die Erstellung von WBTs in einem Authoring-Tool wie der tts performance suite ist grundsätzlich einfach, wenn Du die angebotenen Vorlagen nutzt, ein sauberes Konzept erstellst, die Aufzeichnung mit passenden Daten im Schulungssystem konzentriert durchführst und anschließend eine Qualitätssicherung durchführst.
Schneller Einstieg
- Einfache Klickwege kannst Du mit geringem Aufwand in einem Authoringtool wie der tts performance suite dokumentieren und den Lernenden zum Selbstdurchklicken im WBT bereitstellen.
- Überlege Dir vorher den kürzesten und idealtypischsten Klickweg, den Du in Deinem WBT vermitteln möchtest.
- Bereite Dein System vor, indem Du alle unnötigen Fenster und Mitteilungen ausblendest und passende Datensätze parat hast.
- Nutze die in dem Authoringtool angebotenen Vorlagen.
- Starte die Aufzeichnung im Authoringtool (z. B. der tts performance suite) und klicke langsam und präzise durch den Prozess.
- Nach Ende der Aufzeichnung prüfe Deine Aufzeichnung, ob sie sauber dargestellt ist und einwandfrei durchlaufen werden kann (Qualitätsprüfung ist essentiell!)
- Ergänze sie um notwendige Hintergrundinformationen als Text. (Mindestens: Nicht einfach nur „Klicke auf die Schaltfläche X“, sondern „Um A zu tun, klicke auf die Schaltfläche X.“
Gründe / Ziele für den Einsatz
- Verfügbarkeit (zeitlich, örtlich)
- Individuelle Lerngeschwindigkeit
- Individuelle Informationsauswahl
- Einfache Aktualisierbarkeit
- Überschaubare Produktionskosten
- Bei einer großen Anzahl an Lernenden
- Zeitlich und räumlich verteiltes Lernen
- Regelmäßige Nachschulungen
- Standardisierung: Einheitliche Vermittlung von Basis- und Prozesswissen über alle Standorte hinweg
- Entlastung synchrone Formate (wie Trainings), indem Grundlagenwissen vorab bzw. begleitend/ergänzend vermittelt werden kann
- Wiederholbarkeit: Inhalte können gezielt, punktuell nochmals im eigenen Tempo konsumiert werden
Generelle Einsatzmöglichkeiten
- Ideal, um einleitend grundlegende Orientierung in Prozessen und Oberflächen zu ermöglichen (interaktiv und in selbstgewähltem Tempo)
- Einsatz als verpflichtende Basisqualifikation durch Tracking-Funktion möglich
- Gut für komplizierte Zusammenhänge, die selbstentdeckend erschlossen werden sollen
- Sichere Möglichkeit, sich geführt durch IT-Masken zu bewegen
- Vorbereitend auf synchrone Trainingsformate und auf Situationen, in der unerfahrene oder unsichere Lernende das erste Mal vor dem echten System sitzen
- Zusammenfassend, um wichtige Schritte erneut und unabhängig von einem Trainingssystem durchspielen zu können
- Für Trainer:innen: Als (temporärer) Ersatz, falls ein Trainings-System gerade nicht zur Verfügung steht
Überblick Umsetzung WBT IT-Prozess (z. B. in der tts performance suite)
Die Erstellung eines einfachen WBTs zur Erläuterung von IT-Prozessen läuft üblicherweise in folgenden Schritten ab. Hier wird angenommen, dass Du als Trainer:in bzw. Keyuser das WBT selbst erstellst und für die Erstellung keine Unterstützung von Dritten in Anspruch nimmst. Es wird das Authoringtool tts performance suite verwendet:
- Grobkonzeption: Zielgruppe, Rahmenbedingungen, übergeordnete Lernziele, Struktur des WBT, Unterteilung in Module/Kapitel, Grobplanung Inhalte, ggf. Vorschläge zu verwendeten Methoden, Abschätzung der Lernzeit
- Feinkonzeption: Genaue Beschreibung aller Lernziele, Inhalte auf Seiten-/Interaktionsebene und ggf. verwendete Methoden; Beschreibung Klickwege/ Interaktionen, notwendige Systemdaten und Sprechtexte (ausformuliert oder Stichworte)
- Vorbereitung des Aufzeichnungssystems: Entscheidung und Vorbereitung des IT-Systems (Sandbox/Testsystem, Produktivsystem), das für die Aufzeichnung verwendet wird; Anlage benötigter Datensätze, ggf. separates Datenkonzept (wenn nicht in Feinkonzeption enthalten)
- Rohaufzeichnung: Prozess wird durchlaufen und im Authoringtool (z. B. tts performance suite) vollständig aufgezeichnet
- Veredelung: Aufzeichnungsfehler werden korrigiert, Moderations-/Sprechtexte ergänzt, erläuternde Infografiken, Hinweiselemente, Quizfragen etc. eingefügt
Ggf. Vertonung: Bei Bedarf können Moderations-/Sprechtexte können über synthetische Stimmen, durch professionelle Sprecher:innen oder Trainer:in/Keyuser selbst eingesprochen werden
- Ggf. Anpassung sekundärer Exportformate: Wenn die Inhalte der Aufzeichnung nicht nur als interaktives WBT, sondern auch als PDF, Video o. ä. ausgegeben werden sollen, sind ggf. weitere Anpassungen erforderlich (z. B. Anpassungen von Texten für ein nicht-interaktives Format etc.)
- Ggf. Lokalisierung in weitere Sprachen: Export Textelemente, Übersetzung und Re-Import
- Qualitätssicherung nach Checkliste: Prüfung aller Interaktionen auf Funktionsfähigkeit, Rechtschreibprüfung aller Texte, Abgleich von Audio und Text, ggf. Funktionsfähigkeit auf verschiedenen Endgeräten …
- Ggf. Export als SCORM-Paket und Upload in LMS oder Publikation über tts performance suite-Portal
Abstimmung Produktumfang
Folgende Fragen sollten vor Beginn der Konzeption und Produktion geklärt sein:
- Bildschirmauflösung des WBT (bei hohen Auflösungen sind mehr Maskenelemente sichtbar und es muss während der Aufzeichnung seltener gescrollt werden. Bei zu hohen Auflösung kann die Darstellung auf Endgeräten mit kleiner Auflösung oder kleinen Bildschirmen zu klein werden. Wähle eine Auflösung eines typischen Bildschirms der Zielgruppe.
- Sprache: In welchen Sprachen soll das WBT produziert werden? Welche Sprache soll Aufzeichnungs-System und ggf. Datensätze haben? Soll das WBT in mehrere Sprachen lokalisiert werden … und wenn ja, sind davon nur die WBT-Sprache oder auch die Sprache des Aufzeichnungssystems und der Datensätze betroffen?
- Vertonung: Soll das WBT vertont sein? Wenn ja: Nach welcher Vertonunglogik (z. B. Aufteilung verschiedener Inhaltsebenen auf verschiedenen Stimmen; vertonte und unvertonte Elemente etc)? Mit synthetischen Stimmen, professionellen Sprecher:innen oder durch Trainer:in bzw. Keyuser?
- Zusätzliche Ausgabeformate: Für welche Ausgabeformate neben interaktiven WBT soll der Inhalt ggf. noch optimiert sein? Soll z. B. zusätzlich eine Druckfassung in Word oder PDF, eine Schrittliste oder ein selbstablaufendes Video exportiert werden? Gibt es spezielle Anforderungen an diese sekundären Export-Formate, die bereits in der Aufzeichnung berücksichtigt werden sollten (z. B. zu Auflösung, verwendeten System-Datensätzen o. ä.)?
- Selbsttest, Quiz, Assessment: Soll das WBT Testfragen enthalten? Wozu dienen sie?
- Pflege/Aktualisierung: Wie werden die Inhalte aktuell gehalten? Wer ist für Aktualisierungen verantwortlich? Was sind Auslöser für Aktualisierungen?
Konzeption
Erstellung modularer, in sich geschlossener Lerneinheiten, die je nach TNA/Lernenden-Bedarf zu unterschiedlichen Kursen kombiniert werden können
Umfassende und ausführliche Lerneinheiten erschweren das Verständnis des Inhalts. Die meisten Lernenden haben im Arbeitsalltag weder die Zeit noch die Motivation, sich durch sperrige Lerneinheiten zu arbeiten. Deshalb sollen die Lernmaterialien in möglichst kleinen, für sich sinnvollen Einheiten gestaltet werden. Das ermöglicht den Lernenden, gezielt auf bestimmte Lerninhalte zuzugreifen. Die benötige Lernzeit für eine einzelne Lerneinheit sollte 15 Minuten nicht überschreiten. Das Thema einer Lerneinheit ist klar umrissen und mit einem eindeutigen Lernziel versehen.
Gliedere die Inhalte in kleine Lerneinheiten, deren Titel oft als Frage formuliert ist:
- Bei Softwaresimulationen wie SAP deckt eine Lerneinheit oft eine Transaktion ab: z. B. „Wie rufe ich die Fakturaübersicht auf?“
- Bei Non-IT Lernprogrammen wird in einem Lernobjekt eine klar umgrenzte Frage behandelt, z. B. „Was bedeutet End-to-End-Prozess?“
Aus den einzelnen Lerneinheiten werden sinnvolle Kursabschnitte gebildet und didaktisch begründet zusammengeführt: Durch die konsequente Modularisierung können die Lerninhalte mehrfach verwendet und für unterschiedliche Zielgruppen/Einsatzzwecke zu komplexen Kursen verknüpft werden. Diese bilden das Ergebnis der didaktischen Strukturierung ab.
Die Kapitel und Lernobjekte des Programms werden im Kursverteiler in einer bestimmten Reihenfolge präsentiert. Diese Reihenfolge ist nicht zwingend für den Bearbeitungsweg (jede Lerneinheit kann auch einzeln aufgerufen werden), aber die Reihenfolge widerspiegelt ein didaktisch sinnvolles Curriculum.
Bedeutungszusammenhang und Kontext schaffen
Zu Beginn eines WBTs muss der Bedeutungszusammenhang dargestellt werden, damit Lernende den Nutzen der neuen Anwendung erkennen.
Dazu kannst Du die folgenden Methoden einsetzen:
- Vermittlung von Prozesswissen (Überblick über die betroffenen Geschäftsprozesse und Prozessschritte)
- Realitätsnahes Szenario (Situation, die an den Arbeitsalltag der Lernenden angelehnt ist)
- Fiktive Gesprächssituation (wie z. B. eine Unterhaltung zwischen einem neuen Mitarbeiter und seiner erfahrenen Kollegin)
- Storytelling (Durchgehende Geschichte mit einer Ausgangssituation und einer Aufgabe, die im Laufe der Lerneinheit gelöst wird)
Die Inhalte müssen einen prototypischen, exemplarischen Charakter haben, realistisch sein und möglichst an die Erfahrungen der Lernenden anknüpfen. Bedenke, dass in WBTs oft die ‚Geschichte nebenher‘ fehlt, die Du im Präsenztraining erzählen kannst. Deshalb ist es besonders wichtig, realistische/glaubwürdige Bedeutungszusammenhänge zu schaffen. Bei WBTs zu IT-Anwendungen ist die Bereitstellung einer Datenbasis mit Bezug zur Arbeitsrealität zwingend erforderlich!
Handlungsorientierung anhand sinnvoller Aufgaben geben
Baue WBTs so auf, dass die Lernenden den Lernstoff anhand von sinnvollen Aufgaben interaktiv erarbeiten können. IT-Simulationen sind in der Regel so aufgebaut, dass die Lernenden eine Abfolge von Interaktionen innerhalb eines Prozessschrittes ausführen. Verweise auf Funktionen, die eine Software zwar bietet, die jedoch im WBT vom Lernenden nicht ausgeführt werden, solltest Du vermeiden.
Autor:innen-Leitfaden: Konsistenten Aufbau, Bedienlogik und Sprache der Lerneinheiten sichern
Wie für alle guten Lernformate gilt auch für WBTs: Achte darauf, Brüche in der inhaltlichen Darstellung und im Stil zu vermeiden, die die Lernenden irritieren. Insbesondere dann, wenn mehrere Autor:innen an Lerneinheiten arbeiten (bei der Erstellung umfassender SAP-Kurse ist das die Regel), sollten in einem Autor:innen-Leitfaden bzw. Styleguide verbindliche Vereinbarungen getroffen werden, die die Einheitlichkeit der Lerneinheiten erhöhen. Darin ist z. B. beschrieben und beispielhaft illustriert:
- Formulierung von Titeln, Beschreibungen etc.
- Art der Ansprache der Lernenden (z. B. Duzen, aktive Ansprache etc.)
- Verwendung geschlechtersensibler Sprache
- Verwendung von Fachausdrücken und Abkürzungen
- Glossar zur einheitlichen Begriffsverwendung – insb. Bezeichnungen von Schaltflächen, Prozessen, etc.
- Textgestaltung und Textauszeichnung (z. B. Verwendung von Fett und Kursiv, Anführungszeichen etc.)
- Weitere Vereinbarungen zur Nutzung von Visualisierungen, Animationen etc. (z. B. sollten Hinweispfeile, Rahmen usw. einheitlich verwendet werden)
- Weitere Hinweise, die die Konsistenz der Lerneinheiten erhöhen (z. B. Vorschriften, welche Art von Interaktionen benutzt werden, falls mehrere Varianten möglich sind)
Umsetzung
- Nutze zur Produktion des WBTs in der tts performance suite die zentral bereitgestellten Vorlagen, die einen für alle Module gleichen Aufbau garantieren.
- Halte Dich an die Vereinbarungen im Autor:innen-Leitfaden.
- Wähle die passende Bildschirmauflösung.
- Prüfe, ob die für die Aufzeichnung notwendigen Datensätze angelegt sind.
- Lege Dein Feinkonzept entweder ausgedruckt neben Dich oder auf einen separaten Bildschirm(bereich).
- Jedes einzelne Element, das auf dem Bildschirm zu sehen ist, wird später in den Screenshots der Aufnahme zu sehen sein! Blende alle nicht benötigten Elemente aus, die für die Aufnahme nicht relevant sind. Deaktiviere alle Mitteilungen, die während der Aufnahme erscheinen könnten.
- Starte die Aufnahme und gehe die im Feinkonzept beschriebenen Interaktionen Schritt für Schritt durch.
- Führe die Interaktionen präzise aus! Jeder Fehlklick stört die Aufnahme. (Da die Aufnahme nicht zeitbasiert ist, sondern bei jedem Klick ein Screenshot gemacht wird, kannst Du Dir die Zeit lassen, die Du benötigst.)
- Achte auf Konsistenz und leichte Nachvollziehbarkeit Deiner Interaktionen (z. B. ist es für Lernende leichter nachvollziehbar, wenn Du in Eingabefelder klickst, als wenn Du Dich mit der Tabtaste durch sie hindurchbewegst.)
- Vermeide scrollen. Scrollen und Drag and Drop lassen sich durch Screenshots schwer abbilden. Einfache Mausklicks (notfalls auf den Scrollbalken) oder das Drücken von Tasten auf der Tastatur sind meist besser.
- Hast Du einen Fehler gemacht (z. B. doppelt statt einfach geklickt)? Oft ist es einfacher, abzubrechen und von vorne zu beginnen, als den Fehler in der Nachbearbeitung beheben zu wollen.
- Hast Du den aufzuzeichnenden Prozess durchlaufen? Beende die Aufzeichnung und spiele sie einmal ab, um sie auf Fehler zu prüfen. Prüfe auch, ob die Aufzeichnungen unnötige Schritte hat, die Lernende eher verwirren, als ihnen den besten Klickweg zu demonstrieren.
- Starte anschließend in die Veredelung der Aufnahme, indem Du die Anweisungstexte anpasst und Hinweiselemente ergänzt.
- Entscheide im Rahmen der Veredelung auch über die Verwendung weiterer methodischer Mittel, um die Aufzeichnung zugänglicher und straffer zu gestalten, z. B. welche Teile der Aufzeichnung die Lernenden eigenständig durchführen sollen und welche als selbstablaufend/gerafft demonstriert werden.
- Wähle abschließend das passende Exportformat. (Möchtest Du nicht nur ein WBT, sondern auch eine Dokumentation oder ein Video exportieren, musst Du die Texte für die anderen Ausgabeformate ggf. anpassen.)
Nachbearbeitung und Transfersicherung
Gerade beim Einsatz von Lernangeboten wie WBTs, in denen die Lernenden individuell und in simulierten Kontexten lernen, solltest Du besonders darauf achten, den Transfer des Gelernten in den Arbeitsalltag zu fördern. Das gelingt u. a. durch:
- Konzeptionelle Einbettung des WBT in einen Blended Learning Ansatz (z. B. mit anschließender Möglichkeit, das Gelernte mit anderen zu reflektieren)
- Nutzung realitäts- und arbeitsnaher Szenarien (in Beschreibungen wie in den verwendeten Systemdatensätzen)
- Förderung des Transfers durch aktivierende Fragen im Modul und abschließender Selbstüberprüfung
- Expliziter Verweis auf weitere Transferhilfen im Arbeitsprozess (Quick Guides, FAQs, Ansprechpersonen)
Qualitätskriterien für lernförderliche Web Based Trainings
Gutes Praxisbeispiel
Im Rahmen der konzernweiten S/4HANA-Einführung bei einem großen deutschen Energieversorgungsunternehmen wurde ein umfassendes Qualifizierungskonzept erstellt und umgesetzt, das neben klassischen Trainings stark auf asynchrone digitale Lerneinheiten in Form von WBTs aufbaute.
Die Erstellung der asynchronen digitalen Lerninhalte erfolge größtenteils durch konzerninterne Trainer:innen, die darin geschult wurden, die WBTs selbst zu erstellen.
Es wurden Einführungskurse und Erweiterungskurse in mehreren Sprachen erstellt. Ziel der Einführungskurse war, grundlegend mit der Oberfläche und den Ersten Schritten der individuellen Einrichtung vertraut zu machen.
Einführungskurs Modulübersicht
Jede Lerneinheit startet mit einem kurzen Einleitungstext, den Lernzielen und der Lerndauer.
Lernende werden durch die S/4HANA-Oberfläche geleitet. Die Wissensvermittlung erfolgt über eine Kombination erläuternder Textfelder (dunkelblau) und Interaktionsanweisungen (grau).
Es wurde eine übergreifende Logik eingeführt, nach der sich wichtige und für das unmittelbare Verständnis notwendige Informationen von weiterführenden Hintergrundinformationen unterscheiden lassen. In diesem Beispiel müssen die Lernenden keine beispielhaften Daten eintippen, sondern dies wird vom WBT automatisch durchgeführt. (Wichtig ist die Unterscheidung zwischen notwendigen Interaktionen zur Systembedienung, die von den Lernenden verinnerlicht werden sollten, und beispielhaften Dateneingaben, die von den Lernenden in der realen Anwendung natürlich so nicht wiederholt werden müssen.)
Auf der abschließenden Zusammenfassungs-Seite werden die wichtigen Lerninhalte zusammengefasst.
Weiterführende Informationen
Im LERNLUST #17 Podcast „WBT - Totgesagte leben länger“ nehmen Axel Lindhorst und Susanne Dube die in der mmb Learning Delphi Trendstudie 2021/2022 festgestellte neue Bedeutung von Web Based Trainings als Anlass, über die Potenziale und Qualitätskriterien dieses Corporate Learning Urgesteins zu sprechen:
https://insights.tt-s.com/de/lernlust-17-wbt-totgesagte-leben-laenger
Der insights-Artikel „Lernen im Netz – Web-based Trainings“ von Danica Hundt gibt einen Überblick über die drei Verwendungszwecke von Web Based Trainings: Informieren, Lernen, Motivieren:
https://insights.tt-s.com/de/lernen-im-netz-web-based-trainings
Das Showreel der tts Learning Architects zeigt u. a. verschiedene Gestaltungsstile von Web Based Trainings:
https://www.youtube.com/watch?v=3WGYfBCRIyA
Vorlage Grobkonzept
Das Grobkonzept sollte idealerweise aus der bestehenden TNA abgeleitet werden und sollte einen groben Überblick über die abzubildenden Inhalte und Funktionen enthalten.
| Kapitel | LE | Titel | Dauer (Min.) | Inhalt / Unterkapitel | Details |
| Navigation | 01 | Bildschirmelemente SAP (Easy Access)
| 10 | Erläuterung der verschiedenen Toolbars etc. von SAP | Menüleiste Systemleiste Titelleiste Anwendungsleiste Statusleiste Easy Access Baum (SAP Menü / Benutzermenü) |
| 02 | Transaktionscodes | 15 | Transaktionscodes Übersicht | Navigation durch Easy Access Baum bis zu einer Transaktion + Start Zurück | |
| Transaktionscode im Menü Anzeigen | Technischer Name über Menü Zusätze -> Einstellungen anzeigen lassen | ||||
| TA starten über Kommandofeld | Verschiedene Möglichkeiten, TA zu starten | ||||
| Einstellungen Allgemein | 03 | Benutzervorgaben | 10 | Aufruf Benutzervorgaben über das Menü | Hinweis auf den zweiten Modus, der damit automatisch erzeugt wird |
| Adresse | Erläutern der Adressdaten |
Vorlage Feinkonzept
Das Feinkonzept beschreibt die Aufzeichnung des IT-Prozesses auf Ebene von Einzel-Interaktionen. Mit diesem detaillierten Script könnte auch jemand, der keinerlei Kenntnisse im System hat, die Aufzeichnung durchführen. Im folgenden Beispiel sind die Texte in der Spalte „Beschreibung Inhalte“ stichpunktartig formuliert. Alternativ können sie auch bereits ausformuliert werden, damit sie anschließend per Kopieren + Einfügen in die Aufzeichnung übernommen werden können.
| # | Thema | Beschreibung Screen, Abbildungen etc. | Beschreibung der Inhalte | Interaktionen | # | Benötigte Daten im System |
| 2.6 | Aufruf Profil | Startseite Header sichtbar | Empfehlung: Reisepräferenzen vor der ersten Buchung pflegen Aufruf Profil | Klick Profil Klick Profileinstellungen | 2 | Standard-Startseite eines Mitarbeiters |
| 2.7 | Bildschirmaufbau Profil | Profil | Bildschirmaufbau Oben: Menü mit wichtigsten Funktionen Links: Menü mit allen Funktionen Mitte: ausgewählte Funktionalitäten | Klick Reiter „Persönliche Angaben“ | 1 | |
| 2.8 | Wichtige Einstellungen | Profil > Persönliche Angaben | Persönliche Angaben zu weiten Teilen aus den Personaldaten übernommen, z.B. ID, Adresse, Notfallkontakt Reisepräferenzen für Reisebuchung müssen ergänzt werden | Klick Reisepräferenzen in Seitenmenü | 1 | |
| 2.9 | Reisepräferenzen | Profil > Reisepräferenzen | Hier können Voreinstellungen vorgenommen werden für die Buchung von Flugreisen, Bahnreisen, Hotel und Mietwagen. Hinweis: Auch die Programme für Vielreisende wie Miles & More oder Bahnbonus können hier hinterlegt werden. | Scroll zu TSA Secure Flight | 1 |
Typische Templates/Vorlagen für IT-WBTs
Die Verwendung von Vorlagen in der tts performance suite ist vergleichbar mit Powerpoint-Folienmastern. Wie auch Powerpoint-Folienmaster sollten Vorlagen in der tts performance suite zentral bereitgestellt werden und ihre Verwendung in einem Autorenleitfaden beschrieben werden.
Folgende Vorlagen sind in IT-WBTs üblich:
- Titelseite:
- Titel des Lernmoduls
- Lernziele (bis zu 5)
- Lernzeit
- Einleitung / Prozessübersicht:
- Detaillierte Darstellung der Lermodulinhalte und Lernziele
- Ggf. Einordnung in Gesamtprozess
- Übersicht über den dargestellten Prozess
- Theorieseiten:
- Seiten auf denen Theorieinhalte integriert werden können, die die Systemdarstellung unterbrechen (vergleichbar damit, wenn im Training die Systemdemo unterbrochen und zur Erläuterung eine Powerpoint-Folie gezeigt wird)
- Frageseiten / Quiz / Assessment:
- Mit verschiedenen Fragetypen-Vorlagen, z. B. Single Choice, Multiple Choice, Lückentext, Drag and Drop
- Abschluss-/Zusammenfassungsseite
- Lernziele von Titelseite werden aufgegriffen und Weg zu ihrer Erreichung zusammengefasst
- Objekttemplates
- Hinweispfeile
- Rahmen
- Textboxen
- Navigationselemente (z. B. Schritt vor, Schritt zurück, Beenden, Erneut abspielen)
Case Studies
Neuer Lernansatz für den Brandschutz: Der Automobilkonzern Audi AG schulte über 6.500 Werksmitarbeitende in den Grundlagen des Brandschutzes und der CO2-Brandbekämpfung mittels eines auf Storytelling basierenden E-Learnings.
In dieser Casestudy sind Vorgehen und Erfolgsfaktoren beschrieben:
https://www.tt-s.com/de/learning-architects/referenzen/neuer-lernansatz-fuer-den-brandschutz
Digitalisiertes Lerntraining für Onboardingzwecke: E-Learning mit VR-Einsatz für Bitburger-Gastronomen
Bitburger und tts haben für das „Symposium Bier“ Web Based Training den eLearning AWARD 2023 in der Kategorie „Medienmix“ gewonnen. Der eLearning Journal Artikel gibt einen Überblick über Lernbedarfe, Projektablauf und Besonderheiten des Projekts, dessen Ergebnis kostenfrei und ohne Login im Internet erkundet werden kann:
https://www.elearning-journal.com/2023/01/24/kategorie-medienmix/
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