SAP IS-U: Die Versorgungswirtschaft im Wandel
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SAP S/4HANA
Diese Veränderungen eröffnen Chancen – insbesondere für Unternehmen, die frühzeitig in die Qualifizierung ihrer Mitarbeitenden investieren. Denn ohne fundiertes Wissen lassen sich die neuen Möglichkeiten von S/4HANA nicht zielführend nutzen. Als Weiterbildungspartner mit über 25 Jahren SAP-Erfahrung möchten wir in diesem Beitrag aufzeigen, was sich konkret verändert, welche Herausforderungen bevorstehen – und wie Sie Ihr Team optimal auf den Wandel vorbereiten können.
Warum SAP for Utilities im Umbruch ist
Die technologische Basis von SAP IS-U wurde über Jahrzehnte hinweg kontinuierlich weiterentwickelt – doch die Grundarchitektur blieb bis in die 2010er-Jahre nahezu unverändert. Mit dem strategischen Schwenk auf SAP S/4HANA hat sich das grundlegend geändert. Die Zukunft liegt in der Cloud – und damit auch in einer neuen Generation von Software, die auf Echtzeitdaten, Automatisierung und KI setzt.
Vom klassischen System zur Cloud-Lösung
SAP IS-U, wie es viele Anwender*innen kennen, nähert sich seinem Lebensende. Spätestens mit dem offiziellen Wartungsende des klassischen SAP ERP im Jahr 2027 wird der Umstieg auf S/4HANA für Versorgungsunternehmen unvermeidbar. Doch bei S/4HANA handelt es sich nicht um ein einfaches Versionsupdate, sondern um eine neue Plattform mit völlig anderen technologischen Grundlagen.
Das klassische IS-U wird dabei schrittweise durch modulare Cloud-Lösungen wie SAP S/4HANA Utilities ersetzt. Für Versorgungsunternehmen bedeutet das: Vertraute Prozesse müssen überdacht, Schnittstellen neu gestaltet und Workflows angepasst werden. Diese Transformation betrifft sämtliche Bereiche – von der Technik über das Abrechnungswesen bis hin zum Kundenservice.
Die Notwendigkeit von Qualifizierung in der Transformation
Solche Umbrüche erfordern mehr als nur eine technologische Migration. Sie machen gezielte Qualifizierungsmaßnahmen für alle beteiligten Rollen unerlässlich. Denn ohne das entsprechende Know-how können die neuen Funktionen nicht effizient genutzt werden – und das Projekt droht zu scheitern.
Gerade in der Versorgungsindustrie, in der SAP oft tief in die Geschäftsprozesse integriert ist, wirken sich fehlende Kenntnisse direkt auf die Servicequalität, die Datenkonsistenz und die Einhaltung regulatorischer Vorgaben aus. Wer frühzeitig in Schulungen investiert, schafft nicht nur Sicherheit im Projekt, sondern auch Akzeptanz und Innovationsfreude bei den Anwender*innen.
Qualifizierung wirksam gestalten – über klassische Schulungen hinaus
In Transformationsprojekten wie der Einführung von SAP S/4HANA Utilities reicht es nicht aus, Wissen isoliert zu vermitteln. Entscheidend ist, dass Mitarbeitende das Gelernte konkret in ihren neuen Prozessen und Systemen anwenden können.
Erfolgreiche Enablement-Ansätze verbinden deshalb Qualifizierung mit Change-Begleitung und arbeitsplatznaher Unterstützung. Ziel ist es, Veränderung nicht nur zu erklären, sondern sie im Arbeitsalltag nachhaltig wirksam zu machen.
Funktionen von SAP IS-U – und was sich durch S/4HANA ändert
Um die Tragweite des Wandels zu verstehen, lohnt sich ein Blick auf die Kernfunktionen von SAP IS-U – und darauf, wie sie sich unter S/4HANA verändern. Viele vertraute Funktionen bleiben erhalten, doch sie werden erweitert, automatisiert oder anders strukturiert.
Bewährte Kernfunktionen für Versorger
SAP IS-U deckt traditionell zentrale Prozesse der Energie- und Versorgungswirtschaft ab. Dazu zählen insbesondere:
- Verbrauchsabrechnung: für Strom, Gas, Wasser, Fernwärme und andere Versorgungsgüter
- Messdatenmanagement: Erfassung, Plausibilisierung und Verarbeitung von Zählerdaten
- Customer- und Gerätemanagement: Verwaltung von Kundenstammdaten, Geräten, Techniker*innen-Einsätzen und Reklamationen
Diese Kernprozesse bleiben auch unter S/4HANA relevant – allerdings mit deutlich erweiterten technischen Möglichkeiten und einer neuen Benutzeroberfläche (SAP Fiori).
Neue Anforderungen durch S/4HANA & Cloud
Mit der Einführung von S/4HANA verschieben sich die Anforderungen an IT-Teams und Fachbereiche. Neue Themen wie Echtzeitverarbeitung, künstliche Intelligenz (z. B. für Prognosen) oder Self-Service-Portale für Kund:innen gewinnen an Bedeutung. Auch die Integration mit Plattformen wie SAP BTP (Business Technology Platform) eröffnet neue Potenziale.
All das setzt voraus, dass Anwender*innen nicht nur die fachlichen Prozesse verstehen, sondern auch mit neuen Tools, Analysefunktionen und Workflows umgehen können. Der Schulungsbedarf ist also hoch – insbesondere bei Rollen wie Key User, Techniker:innen oder Prozessverantwortlichen.
Die große Migration: Herausforderungen für Versorgungsunternehmen
Der Umstieg auf S/4HANA ist ein Projekt von enormer Tragweite. Es erfordert Zeit, Ressourcen und vor allem ein durchdachtes Qualifizierungskonzept. Doch genau hier liegt die Chance: Wer Migration und Weiterbildung strategisch verbindet, legt den Grundstein für nachhaltigen Erfolg.
Warum der Wechsel zu S/4HANA unvermeidbar ist
Viele Unternehmen zögern den Umstieg noch hinaus – doch der Druck wächst. Ab 2027 endet der reguläre Support für das klassische SAP ERP. Wer dann noch nicht migriert ist, riskiert Sicherheitslücken, Kompatibilitätsprobleme und hohe Wartungskosten.
Gleichzeitig bietet S/4HANA konkrete Vorteile: bessere Performance, neue Automatisierungsmöglichkeiten, vereinfachte Datenmodelle und die Option, Geschäftsprozesse durchgängig zu digitalisieren. In einem zunehmend kompetitiven Marktumfeld sind das entscheidende Faktoren.
Qualifizierung als Schlüssel zum Migrationserfolg
Technik allein macht noch keine erfolgreiche Migration. Erst wenn die Beteiligten die neue Umgebung verstehen und sicher anwenden können, entfaltet das System seinen Nutzen. Deshalb ist rollenbezogene Qualifizierung unverzichtbar – angepasst an die unterschiedlichen Anforderungen von:
- Projektleiter:innen (z. B. S/4HANA-Migrationsprojekte, Change Management)
- Key User:innen (z. B. Prozessdesign, Testmanagement)
- Techniker:innen & Administrator*innen (z. B. Systemintegration, Cloud-Architektur)
Mit einem abgestimmten Schulungskonzept lässt sich nicht nur die Qualität der Migration erhöhen, sondern auch die Motivation und Souveränität der Mitarbeitenden stärken.
Migrationserfolg zeigt sich in der Nutzung
Der nachhaltige Erfolg einer S/4HANA-Utilities-Transformation entscheidet sich nicht mit dem Go-live, sondern erst dann, wenn neue Prozesse stabil, effizient und akzeptiert genutzt werden.
Dafür braucht es ein integriertes Vorgehen, das Change Management, rollenbasierte Qualifizierung und Adoption miteinander verbindet. Nur wenn Lernen, Arbeiten und Veränderung zusammenspielen, entfalten neue SAP-Lösungen ihren tatsächlichen Mehrwert.
Qualifizierungsroadmap für die SAP-IS-U-Transformation
Ein solch umfassender Wandel braucht Orientierung. Unternehmen, die systematisch an das Thema Weiterbildung herangehen, profitieren doppelt: Sie sichern den Wissenstransfer und reduzieren gleichzeitig Projektrisiken.
Rollenbasierte Qualifizierung statt starrer Trainingskataloge
Für die Transformation von SAP IS-U zu SAP S/4HANA Utilities ist es entscheidend, Qualifizierung nicht an einzelnen Kursen auszurichten, sondern an den konkreten Rollen, Prozessen und Projektphasen.
Erfolgreiche Qualifizierungsansätze kombinieren fachliche, technische und methodische Inhalte – abgestimmt auf die Anforderungen von Projektleitung, Key Usern, Fachbereichen und IT. Dabei können unterschiedliche Lernformate sinnvoll miteinander verzahnt werden, von strukturierten Trainings über praxisnahe Workshops bis hin zu arbeitsplatznaher Unterstützung im System.
Standardisierte SAP-Trainings können dabei eine Grundlage bilden, entfalten ihren Nutzen jedoch erst dann vollständig, wenn sie in ein übergreifendes Enablement- und Change-Konzept eingebettet sind.
Best Practices: So gelingt die Weiterbildung im Unternehmen
Wir empfehlen einen mehrstufigen Qualifizierungsansatz:
- Bedarfsanalyse: Welche Rollen brauchen welche Kenntnisse?
- Pilotphase: Schulung ausgewählter Schlüsselpersonen und Multiplikator*innen
- Rollout: Flächendeckende Schulungsprogramme inkl. E-Learning und Praxisphasen
- Nachhaltigkeit: Regelmäßige Updates, Feedbackschleifen und Community-Angebote
Lernen im Arbeitskontext verankern
Moderne Enablement-Konzepte setzen darauf, Wissen nicht nur in Trainings zu vermitteln, sondern direkt im Arbeitsprozess verfügbar zu machen. Digitale Lernpfade, kontextbezogene Unterstützung im System und kontinuierliche Enablement-Maßnahmen helfen dabei, Wissen genau dann bereitzustellen, wenn es benötigt wird.
So wird Qualifizierung vom einmaligen Projektbestandteil zu einem dauerhaften Erfolgsfaktor im laufenden Betrieb.
Die Zukunft: SAP-Kompetenz als strategischer Vorteil
SAP-Wissen ist kein Selbstzweck – es wird zum Wettbewerbsvorteil. Denn mit der Digitalisierung entstehen neue Berufsbilder, neue Anforderungen – und neue Chancen für qualifizierte Fachkräfte.
Neue Berufsbilder in der Versorgungswirtschaft
Die Rolle der SAP-Anwender:innen verändert sich. Statt nur mit festen Transaktionen zu arbeiten, stehen nun Themen wie Prozessanalyse, Data Analytics oder Systemintegration im Vordergrund. Neue Profile sind gefragt:
- SAP-Cloud-Berater:innen
- Data Analysts der Energiewirtschaft
- S/4HANA-Prozessoptimierer:innen
Gerade jüngere Talente finden in diesen Bereichen spannende Karrierepfade – vorausgesetzt, sie erhalten Zugang zu aktueller Qualifizierung.
Warum kontinuierliche Weiterbildung unverzichtbar bleibt
S/4HANA ist nicht „fertig“ – es wird ständig weiterentwickelt. Neue Releases, neue Funktionen und neue regulatorische Anforderungen sorgen dafür, dass SAP-Kompetenz nie statisch ist.
Unternehmen brauchen deshalb eine Kultur des lebenslangen Lernens: mit flexiblen Weiterbildungsangeboten, internen Trainingsplattformen und regelmäßiger Wissensaktualisierung. Wer hier strategisch vorgeht, bleibt langfristig wettbewerbsfähig – auch über die Migration hinaus.
Fazit: Investition in SAP-Qualifizierung sichert die Zukunft
Der technologische Wandel in der Versorgungsindustrie ist unumkehrbar – und SAP IS-U steht im Zentrum dieser Entwicklung. Für Unternehmen bedeutet das: Es reicht nicht, Systeme zu migrieren. Man muss auch Menschen mitnehmen.
Zusammenfassung: Veränderung = Chance durch Wissen
S/4HANA bringt nicht nur neue Technik – sondern auch neue Möglichkeiten. Wer bereit ist, in das Wissen seiner Mitarbeitenden zu investieren, kann Prozesse verbessern, Effizienz steigern und neue Geschäftsmodelle erschließen. Die Grundlage dafür ist Qualifizierung: durchdacht, praxisnah und zukunftsorientiert.
Veränderung erfolgreich verankern
Erfolgreiche SAP-S/4HANA-Utilities-Projekte zeichnen sich dadurch aus, dass technologische Innovation, organisatorischer Wandel und Nutzerbefähigung zusammengedacht werden. Entscheidend ist ein Ansatz, der Menschen gezielt durch Veränderungen führt, sie befähigt und die tatsächliche Nutzung neuer Lösungen nachhaltig sicherstellt.
Genau diese Verbindung aus Change, Enablement und Adoption macht den Unterschied zwischen einer erfolgreichen Implementierung und einer dauerhaft erfolgreichen Transformation.
Ihr nächster Schritt: Wie Sie Ihr Team fit für SAP IS-U/S/4HANA machen
Als SAP-Qualifizierungsanbieter mit über 25 Jahren Erfahrung unterstützen wir Sie auf diesem Weg. Von der Bedarfsanalyse über individuelle Schulungsprogramme bis hin zu Workshops und Unterstützung direkt im Arbeitsalltag bieten wir alles, was Ihr Unternehmen für eine erfolgreiche Transformation braucht.
Machen Sie jetzt den nächsten Schritt – und gestalten Sie die SAP-Zukunft aktiv mit.
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