Randstadt & tts: Wie eine LMS-Implementierung remote gelingt

Liveticker: Wie eine LMS-Implementierung remote gelingt

Im April 2020 sollte bei Randstad Deutschland ein LMS-Implementierungsprojekt starten. Doch just in diesen Wochen kam es in Deutschland zum Corona-bedingten Lockdown. Ein Grund, um den Start nach hinten zu verschieben? Keineswegs! Stattdessen schlug das HR-Services-Unternehmen einen neuen Weg ein: Randstad entschied sich für ein reines Remote-Projekt.

In diesem Liveticker können Sie dieses ungewöhnliche Projekt virtuell verfolgen. Lesen Sie, vor welchen Herausforderungen das Projektteam stand, und erfahren Sie, welche Chancen sich aus diesem besonderen Setting ergaben.

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April 2020: Die Entscheidung

Der Projektstart zur Einführung des Learning-Management-Systems (LMS) SAP SuccessFactors bei Randstad war für Mitte April 2020 geplant und fiel damit in die ersten Wochen des Corona-bedingten Lockdowns. Anstatt das Projekt jedoch auf unbestimmte Zeit zu verschieben, entschied sich Randstad dafür, die Software remote einzuführen. Das Ziel: Randstad wollte innerhalb nur weniger Monate über eine fertige Softwarelösung verfügen.

Die Rahmenbedingungen waren optimal: Da es sich bei SuccessFactors um eine Cloud-basierte Software handelt, wurden keine lokalen Rechner benötigt. Hinzu kam, dass alle Mitarbeitenden bereits mit Laptop, Kamera und Mikrofon ausgestattet waren. So konnten sie problemlos aus dem Homeoffice auf das LMS zuzugreifen. In der Folge fielen Reise- und Hotelkosten weg – ein guter Weg, um die finanziellen Ressourcen in Zeiten der Corona-Pandemie zu schonen.

Da bis zu diesem Zeitpunkt jedoch noch niemand ein System ausschließlich remote eingeführt hatte, gab es anfangs sowohl bei Randstad als auch aufseiten des Implementierungspartners Bedenken:

  • Können die Fristen eingehalten und das LMS trotz der besonderen Umstände zum Zieldatum livegeschaltet werden?
  • Lässt sich allein über Onlinemeetings eine kooperative Zusammenarbeit realisieren, bei der auch persönliche Aspekte zum Tragen kommen?

Mai 2020: Der Kick-off

Anfang Mai fiel der Startschuss für das SuccessFactors-Projekt. Der offizielle Kick-off wurde jedoch nicht, wie üblich, als Präsenztermin gestaltet, sondern fand, nach ersten Absprachen und Vorbereitungen, via Google Hangouts statt, und zwar mit zwei unterschiedlichen Teilnehmergruppen:

Zuerst trafen sich alle, die im Verlauf des Projekts involviert sein würden – von der IT über die Projektleitung und den Datenschutzbeauftragten bis hin zum Fachbereich. In diesem Meeting wurden der Projektplan und die Meilensteine präsentiert sowie der Implementierungspartner vorgestellt.

Im Anschluss wurden innerhalb des Kernteams, bestehend aus Fachbereich, Projektleitung und Implementierungspartner, die nächsten Schritte besprochen wie: Was hat Priorität? Welche Termine müssen geplant werden? Welche Personen werden hinzugezogen?

Die konkrete Umsetzung des LMS-Projekts begann genau wie bei einer Vor-Ort-Implementierung mit der grundlegenden Konfiguration des Testsystems. Dabei wurde allerdings schnell deutlich, dass das unter „normalen“ Umständen übliche Implementierungskonzept an die außergewöhnlichen Umstände angepasst werden musste. Vor allem die Frage, wie die Implementierung trotz der zahlreichen durch Kurzarbeit, Teilzeit, Mutterschutz sowie den Corona-Lockdown bedingten Abwesenheiten zielgerichtet und pünktlich umgesetzt werden konnte, stellte das Team zu Beginn vor eine große Herausforderung.

Sie möchten erfahren, wie das Projektteam diese Aufgabe gemeistert hat? Im August veröffentlichen wir an dieser Stelle einen neuen Beitrag, der Einblicke in die Realisierung und in die Kommunikation innerhalb des Projekts gewährt.