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SAP Talent Intelligence Hub in der Praxis

Klassisches Talentmanagement war gestern. Heute geht es um Skills, darum, die Fähigkeiten und Bedürfnisse aller Team-Mitglieder zu erkennen und individuell zu fördern. Der SAP Talent Intelligence Hub hilft als KI-gestützte Software dabei, Menschen in Organisationen noch besser kennenzulernen. Vorhang auf für die People Development Experience.
Zusammenfassung

Der SAP Talent Intelligence Hub ist ein Bestandteil von SAP SuccessFactors, mit dem Unternehmen Skills, Kompetenzen und weitere Attribute zentral erfassen und in Talentprozessen nutzen können.

Damit unterstützt er den Wandel vom klassischen Talentmanagement hin zu einer stärker skill-basierten People Development Experience: Mitarbeitende können ihre Fähigkeiten sichtbarer machen, Entwicklungsfelder erkennen und ihre berufliche Entwicklung aktiver mitgestalten.

Für HR, Führungskräfte und Unternehmen entsteht dadurch mehr Transparenz über vorhandene Skills, mögliche Skill-Gaps, interne Mobilität, Lernbedarfe und Nachfolgepotenziale.

Aus der Praxis zeigt sich jedoch: Der Talent Intelligence Hub ist kein Selbstläufer. Erfolgreiches Skill Management braucht ein klares Zielbild, konkrete Business Use Cases, gepflegte Daten, integrierte Prozesse und eine Organisation, die den kulturellen Wandel mitträgt.

15. April 2024
4 min
Olga Seewald, Senior SAP SuccessFactors Consultant, tts
Olga Seewald
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Nadine Kadner

Wir alle haben Talente. Fähigkeiten, dank denen wir manche Aufgaben ganz mühelos erledigen können. Im Laufe des Lebens bilden sich diese Begabungen durch Interessen, Erfahrungen und Training heraus. So unterschiedlich wie die Menschen in Unternehmen sind, so vielseitig sind auch deren Talente. Es wird Zeit für das Management, diese als eines der höchsten Güter für den Erfolg der Organisation wahrzunehmen.

Heute geht es nicht mehr schlicht um Kompetenzmanagement. Skills, Potenziale, Interessen, Präferenzen und Bedürfnisse stehen im Fokus. Jeder darf, ja soll mit seiner Persönlichkeit zum Erfolg des Unternehmens beitragen. Organisationen brauchen also intrinsisch motivierte Mitarbeitende, die die Initiative ergreifen und Verantwortung übernehmen. Trainings helfen dabei, ihr eigenes Können zu entfalten und so beruflich weiterzukommen. 

Die sind heute nötiger denn je: In einer mehr und mehr digitalisierten Arbeitswelt, angefeuert noch durch den Einzug von KI in den Arbeitsalltag, müssen sich die Mitarbeitenden neue Skills aneignen, wenn sie mit der Entwicklung Schritt halten möchten. Erfolgreiche Unternehmen mit smartem Management haben das erkannt. Digitale Tools unterstützen Organisationen heute dabei, jeden individuell zu fördern.

Persönlichkeiten gestalten statt Personal verwalten

Praxis-Update: Was sich seit 2024 gezeigt hat

Seit der Einführung des SAP Talent Intelligence Hub ist Skill Management in vielen Unternehmen konkreter geworden. Aus der ersten Orientierung ist zunehmend die Frage entstanden, wie Skills tatsächlich in HR-Prozesse integriert werden können: in Learning, Performance, Entwicklung, interne Mobilität, Nachfolgeplanung, Recruiting oder Projektbesetzung.

Dabei zeigt sich: Der Talent Intelligence Hub kann eine starke technische Grundlage schaffen. Er löst die eigentliche Transformationsaufgabe aber nicht allein.

Unternehmen müssen zunächst klären, warum sie Skill Management aufbauen möchten. Geht es um bessere Transparenz über Expert:innen? Um Skill-Gaps in kritischen Rollen? Um individuelle Entwicklung? Um interne Mobilität? Um Nachfolgeplanung? Oder um eine bessere Verbindung von Learning und Talent Management?

Je klarer diese Frage beantwortet ist, desto leichter lässt sich der SAP Talent Intelligence Hub sinnvoll einsetzen. Denn Skill Management funktioniert nicht dadurch, dass möglichst viele Skills in einer Bibliothek gesammelt werden. Es funktioniert dann, wenn Skills in echten Prozessen genutzt, gepflegt und verstanden werden.

Genau deshalb ist der wichtigste Praxishinweis: klein starten, konkret werden, iterativ ausbauen.

Vom geführten zum intelligenten Talentmanagement

Skills vs. Kompetenzen

In der Praxis werden Skills und Kompetenzen häufig ähnlich verwendet. Eine hilfreiche Unterscheidung: Skills beschreiben eher fachliche Fähigkeiten, die sich konkret einschätzen, lernen oder zertifizieren lassen – etwa Softwarekenntnisse, Methodenwissen oder Maschinenkenntnisse. Kompetenzen beziehen sich häufiger auf überfachliche Fähigkeiten wie Kommunikation, Zusammenarbeit oder Führung, die stärker im Verhalten sichtbar werden.

Unser Tipp: Einigen Sie sich auf ein gemeinsames Verständnis im Unternehmen.

In vielen Branchen fehlt es heute an Menschen, die mit Können, Charakter und Leidenschaft nicht nur mitarbeiten, sondern mitgestalten wollen. Es mangelt an Fachkräften und die Digitalisierung verlangt ständiges Training in neuen Technologien, wie zum Beispiel im Umgang mit KI. Unternehmen brauchen daher eine ausgeprägte Lernkultur mit einem zielgerichteten Kompetenzmanagement. So motivieren sie ihre Mitarbeitenden nachhaltig, erweitern vorhandene Skills im Team und bauen Persönlichkeiten auf, denen ein breites Entwicklungsportfolio offen steht. 

Doch Personal- wie Kompetenzmanagement sind heute oft noch zentral „von oben“ organisiert. Nachfolgeplanung, Beurteilung und Weiterbildung sind an einem jährlichen Zyklus ausgerichtet, und Talentmanagement wird gerne anhand von Job-Katalogen geplant. Der Fokus liegt auf der gewünschten Funktion der künftigen Mitarbeitenden, nicht aber auf individuellem Können. Ein ganzheitlicher Überblick über Skills und Kompetenzen in den Teams fehlt. Informationen darüber, was die Mitarbeitenden möchten, welche Ziele und Wünsche sie haben, werden oft nicht berücksichtig. Jetzt wird das Talentmanagement erwachsen. HR entwickelt sich weg von Modellen, die schlicht die Organisation steuern, sondern lenkt den Blick auf individuelle Stärken.

Personalverantwortliche geben heute nicht mehr standardisierte Karrierepfade vor. Sie machen die persönliche Entwicklung am Arbeitsplatz zum Erlebnis. Das ist eine große Herausforderung, bei der smarte Software helfen kann. Mit dem SAP Talent Intelligence Hub als Teil der SuccessFactors Suite öffnen sich neue Wege für Unternehmen: Die Individualität ihrer Mitarbeitenden wird gefördert und sie haben damit ein Tool, mit dem sie deren Kompetenzen für die gesamte Organisation transparent und nutzbar machen.

Dabei bleibt wichtig: Intelligentes Talentmanagement ist nicht gleichzusetzen mit vollständig automatisiertem Talentmanagement. KI und Automatisierung können Empfehlungen unterstützen. Die Entscheidung, Bewertung und Entwicklung selbst bleiben aber eine Führungs-, HR- und Kulturaufgabe.

So funktioniert der SAP Talent Intelligence Hub

Der SAP Talent Intelligence Hub bildet innerhalb von SAP SuccessFactors eine zentrale Grundlage für Skill Management. Er hilft Unternehmen dabei, Skills, Kompetenzen und weitere Attribute strukturiert zu verwalten und in verschiedene Talentprozesse einzubinden.

Ein zentrales Element ist die Attribute Library. Dort definiert das Unternehmen, mit welchen Skills, Kompetenzen, Zertifikaten oder weiteren Attributen gearbeitet werden soll. Diese Bibliothek bildet die Basis dafür, Fähigkeiten im Unternehmen einheitlicher zu erfassen und nutzbar zu machen.

Ein weiteres Element ist die Talent Intelligence Foundation. Sie unterstützt Unternehmen dabei, eigene Skill- und Kompetenzdaten mit vorhandenen Strukturen und Standardinformationen abzugleichen. So kann besser sichtbar werden, welche Skills bereits berücksichtigt sind und welche Future Skills oder Standard-Skills ergänzt werden könnten.

Der Job Profile Builder hilft dabei, Rollen und Soll-Profile abzubilden. Auch wenn Skill Management den Blick weg von starren Jobbeschreibungen lenkt, brauchen Mitarbeitende Orientierung: Was wird in einer Rolle erwartet? Welche Skills sind relevant? In welcher Ausprägung sollten sie vorhanden sein? Für Soll-Ist-Abgleiche, Karriereentwicklung und Skill-Gap-Analysen bleibt diese Orientierung entscheidend.

Das Growth Portfolio ist der Bereich, in dem Mitarbeitende ihre Skills und Kompetenzen sichtbar machen können. Dort können sie Fähigkeiten einsehen, ergänzen oder einschätzen und so ihre eigene Entwicklung aktiver mitgestalten. Je nach Prozess können auch Führungskräfte oder andere Bewertungslogiken eingebunden werden.

Der Opportunity Marketplace kann Mitarbeitenden passende Möglichkeiten zur Weiterentwicklung anzeigen – etwa Lernangebote, Mentoring, interne Projekte oder Karriereoptionen. Besonders wertvoll wird das, wenn Skill-Daten, Rollenanforderungen und Lernangebote sinnvoll miteinander verbunden sind.

KI-gestützte Funktionen können zusätzlich dabei helfen, Empfehlungen abzuleiten. Zum Beispiel für Lerninhalte, passende Entwicklungsmöglichkeiten oder Karriereoptionen. Der Mehrwert entsteht aber nicht allein durch die KI-Funktion. Er entsteht durch die Qualität der Daten, die Klarheit der Rollen und die Integration in echte HR-Prozesse.

SAP Talent Intelligence Hub in der Praxis: Welche Use Cases sinnvoll sind

In der Praxis geht es selten darum, einfach „den Talent Intelligence Hub einzuführen“. Entscheidend ist, welches konkrete Problem ein Unternehmen damit lösen möchte.

Skill Management kann unterschiedliche Ziele unterstützen: mehr Transparenz über Expert:innen, bessere Entwicklungsplanung, interne Mobilität, Nachfolgeplanung, skill-basiertes Learning oder strategische Workforce-Entscheidungen. Der SAP Talent Intelligence Hub bildet dafür die technische Grundlage. Er kann Skills, Kompetenzen, Zertifikate und weitere Attribute strukturiert erfassen, mit Rollenprofilen verbinden und in SAP-SuccessFactors-Prozesse einbinden.

Der eigentliche Nutzen entsteht aber erst durch den passenden Business Use Case. Ein Unternehmen, das globale Projektteams besetzen möchte, braucht andere Daten als ein Unternehmen, das Karrierewege sichtbarer machen will. Ein Produktionsbereich mit bestehenden Skill-Matrizen hat andere Voraussetzungen als ein Bereich, in dem Fähigkeiten bislang kaum formal dokumentiert sind. 

Deshalb sollte der Einstieg mit einer einfachen Frage beginnen:

Welchen konkreten Mehrwert soll Skill Management für unsere Organisation schaffen?

Erst danach folgen Systemfragen: Welche Skills brauchen wir? Wer pflegt sie? Welche Rollenprofile sind notwendig? Wo werden die Daten genutzt? Welche Prozesse müssen angebunden werden?

Use Case 1: Expert:innen für Projekte finden

Viele Unternehmen wissen lokal sehr genau, wer welche Fähigkeiten hat. Schwieriger wird es, wenn diese Transparenz über Bereiche, Länder oder Standorte hinweg gebraucht wird.

Ein typischer Use Case ist deshalb die Besetzung globaler Projektteams. Wenn kurzfristig bestimmte Expert:innen benötigt werden, reicht informelles Wissen oft nicht mehr aus. Unternehmen müssen erkennen können, welche Personen passende Skills, Projekterfahrungen, Zertifikate oder Standortinformationen mitbringen.

Der SAP Talent Intelligence Hub kann helfen, diese Informationen strukturiert bereitzustellen. Relevante Skills werden in der Attribute Library gepflegt und Mitarbeitenden oder Führungskräften zur Einschätzung zur Verfügung gestellt.

Über Talent Search, Reports oder Dashboards können passende Personen identifiziert und für Projektrollen oder Talentpools berücksichtigt werden. Entscheidend bleibt eine klare Governance, damit Skills aktuell und im Alltag belastbar bleiben.

Use Case 2: Entwicklung und interne Mobilität fördern

Ein zweiter zentraler Anwendungsfall liegt in der individuellen Entwicklung. Viele Unternehmen möchten Mitarbeitenden mehr Möglichkeiten geben, sich intern weiterzuentwickeln, und gleichzeitig Mobilität, Bindung und Skill-Aufbau stärken.

Dafür braucht es mehr als eine Skill-Liste. Wenn Rollenprofile mit Skills verknüpft werden, entsteht ein Soll-Ist-Abgleich: Welche Skills bringe ich bereits mit? Welche fehlen mir noch? Welche Lernangebote helfen weiter?

Im SAP Talent Intelligence Hub kann das Growth Portfolio eine zentrale Rolle spielen. Dort erhalten Mitarbeitende einen Überblick über Skills, Rollenanforderungen und Entwicklungsmöglichkeiten. In Verbindung mit Entwicklungszielen, Learning und Opportunity Marketplace können daraus Empfehlungen entstehen, etwa passende Kurse, Mentoring-Angebote, interne Projekte oder Karriereoptionen.

So werden Mitarbeitende stärker zu aktiven Gestalter:innen ihrer Laufbahn. Für Unternehmen wird interne Mobilität greifbarer, weil Fähigkeiten, Interessen und Potenziale sichtbarer werden.

Use Case 3: Skill Management in Produktionsbereichen nutzen

Skill Management wird häufig zuerst mit Wissensarbeit, HR, IT oder klassischen Office-Rollen verbunden. Dabei können gerade Produktionsbereiche ein sinnvoller Anwendungsfall sein.

Dort existieren oft bereits Skill-Matrizen, Qualifikationslisten oder Excel-Übersichten. Häufig ist dokumentiert, wer welche Maschine bedienen darf, welche Zertifikate vorhanden sind oder welche Einsatzvoraussetzungen erfüllt werden müssen.

Der SAP Talent Intelligence Hub kann helfen, Skills, Zertifikate oder kundenspezifische Attribute systematischer zu erfassen und nutzbar zu machen.

Gleichzeitig sind Produktionsszenarien oft komplex. Für konkrete Personaleinsatzplanung reichen Skills allein häufig nicht aus. Auch Verfügbarkeit, Schichtmodelle, Standortdaten oder operative Systeminformationen können relevant sein. Ein Pilot mit einem Standort, einer Rolle oder einer bestehenden Skill-Matrix hilft, Aufwand und Nutzen realistisch zu prüfen.

HR wird Future Ready

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Mit dem SAP Talent Intelligence Hub füllt sich die Lücke im SAP SuccessFactors-Universum. Bisher lag der Fokus auf Kompetenzmanagement. Mit automatisierten Analysen schafft das System einen globalen Überblick über vorhandene Fähigkeiten im Unternehmen und eröffnet Mitarbeitenden neue Karriereperspektiven. Management und Personalabteilungen werden mit validen Daten dabei unterstützt, intern leichter Talente zu finden oder passende Externe für offene Stellen, Projekte oder spezielle Aufgaben zu rekrutieren. So kann das Management eine motivierte Belegschaft aufbauen, die bereit ist, sich in einem dynamischen Arbeitsumfeld persönlich weiterzuentwickeln und dem Unternehmen treu zu bleiben.

HR trifft auf IT. Die tts digital HR experts sind in beiden Welten zu Hause und haben sich das neue KI-Tool im Detail angeschaut.

SAP Talent Intelligence Hub wirksam einführen

Den SAP Talent Intelligence Hub zu aktivieren, ist nur der erste Schritt. Der eigentliche Mehrwert entsteht erst, wenn Unternehmen ihn so in ihre HR-Prozesse einbinden, dass Mitarbeitende, Führungskräfte, HR und Fachbereiche tatsächlich damit arbeiten.

Denn der TIH verändert nicht nur, wo Skill- und Talentdaten gepflegt werden. Er verändert auch, wie Unternehmen über Fähigkeiten, Entwicklung und interne Potenziale sprechen. Mitarbeitende machen ihre Fähigkeiten sichtbarer und gestalten Entwicklung aktiver mit. Führungskräfte nutzen Skill-Informationen, um Entwicklung gezielter zu begleiten. HR schafft die Verbindung zwischen System, Learning, Development, interner Mobilität und strategischen Talentzielen.

Vom System zur gelebten Talentpraxis

Damit das gelingt, braucht es mehr als eine technische Aktivierung. Entscheidend ist, ob der SAP Talent Intelligence Hub in echte Prozesse eingebunden wird: etwa in Entwicklungsgespräche, Learning, Nachfolgeplanung, interne Mobilität oder die Suche nach Expert:innen. Nur dann entstehen Daten, die aktuell, belastbar und für Mitarbeitende wie Organisation wirklich hilfreich sind.

Dafür braucht es ein klares Zielbild, verständliche Use Cases, saubere Rollenprofile, eine gepflegte Skill- bzw. Attribute Library und gute Kommunikation. Mitarbeitende müssen verstehen, warum sie Daten pflegen sollen – und welchen Mehrwert sie selbst davon haben: passendere Lernangebote, mehr Sichtbarkeit, neue Entwicklungsmöglichkeiten oder bessere Karriereorientierung. 

Wie die tts digital HR experts unterstützen

Die tts digital HR experts begleiten Unternehmen genau an dieser Schnittstelle zwischen HR-Strategie, SAP-SuccessFactors-Prozessen und technischer Umsetzung.

Gemeinsam mit den Kund:innen klären wir, wofür der SAP Talent Intelligence Hub konkret eingesetzt werden soll: 

  • Welche Use Cases sind relevant? 
  • Welche Daten werden benötigt? 
  • Wie soll die Attribute Library aufgebaut werden? 
  • Welche Rollenprofile braucht es? 
  • Wie werden Learning, Development, Performance, Succession oder Opportunity Marketplace angebunden? 
  • Und wie lässt sich der TIH so einführen, dass Mitarbeitende und Führungskräfte ihn im Alltag nutzen?

Dabei geht es nicht darum, möglichst viel auf einmal umzusetzen. Sinnvoller ist ein realistischer Weg: Zielbild definieren, konkreten Anwendungsfall auswählen, Pilot starten, Erfahrungen sammeln und Schritt für Schritt skalieren.

So wird der SAP Talent Intelligence Hub nicht nur ein weiteres System in der HR-IT-Landschaft, sondern eine nutzbare Grundlage für skill-basiertes Talent Management, bessere Entwicklung und mehr Transparenz über Potenziale im Unternehmen.

FAQ: Häufige Fragen zum SAP Talent Intelligence Hub

Was ist der SAP Talent Intelligence Hub?

Der SAP Talent Intelligence Hub ist ein Bestandteil von SAP SuccessFactors, mit dem Unternehmen Skills, Kompetenzen und weitere Attribute strukturiert erfassen und für HR-Prozesse nutzbar machen können. Ziel ist es, Fähigkeiten transparenter zu machen und Entwicklung, Learning, Karriereplanung, interne Mobilität und Nachfolgeplanung besser miteinander zu verbinden.

Wie startet man sinnvoll mit dem SAP Talent Intelligence Hub?

Der Einstieg sollte nicht mit einer vollständigen Skill-Architektur beginnen, sondern mit einem klaren Business Use Case. Sinnvoll sind zum Beispiel Expert:innen-Suche, Skill-Gap-Analysen für ausgewählte Rollen oder interne Mobilität. Je konkreter das Problem beschrieben ist, desto besser lässt sich ein Pilot aufsetzen und später erweitern.

Braucht man zum Start eine vollständige Skill Library?

Nein. In der Praxis ist es meist sinnvoller, mit einem begrenzten Skill-Set zu starten und die Skill Library schrittweise auszubauen. Entscheidend ist nicht die Anzahl der Skills, sondern ob sie für den jeweiligen Use Case relevant, verständlich, gepflegt und in Prozesse eingebunden sind.

Was ist der Unterschied zwischen Skills und Kompetenzen?

In der Praxis werden beide Begriffe oft ähnlich verwendet. Viele Unternehmen unterscheiden jedoch pragmatisch: Skills sind eher fachliche Fähigkeiten, die sich konkret einschätzen oder durch Lernen entwickeln lassen. Kompetenzen beschreiben häufiger überfachliche Fähigkeiten wie Kommunikation, Zusammenarbeit oder Führung, die stärker über Verhalten und Feedback sichtbar werden.

Welche Rolle spielt KI im SAP Talent Intelligence Hub?

KI kann helfen, Skill-Daten, Rollenanforderungen und Entwicklungsmöglichkeiten besser miteinander zu verbinden. So können etwa Skill-Gaps, passende Lernangebote, Karriereoptionen oder mögliche Kandidat:innen für Projekt- und Nachfolgerollen sichtbarer werden. Der Mehrwert entsteht aber nur, wenn Skills gepflegt, Rollen sinnvoll beschrieben und Prozesse integriert sind.

Lässt sich der Talent Intelligence Hub auch in Produktionsbereichen nutzen?

Ja, gerade Produktionsbereiche können ein sinnvoller Anwendungsfall sein. Dort existieren häufig bereits Skill-Matrizen, Qualifikationslisten oder Übersichten zu Maschinenkenntnissen, Zertifikaten und Einsatzvoraussetzungen. Der Talent Intelligence Hub kann helfen, diese Informationen strukturierter nutzbar zu machen; bei komplexer Einsatzplanung können ergänzende Reports, Dashboards oder Systemanbindungen sinnvoll sein.

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